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23.7.2016 : 21:13 : +0200

Tierheim Kronach

Tierheim Kronach (Nordbayern / Oberfranken)

Tel. 09261 / 20111 tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de

Hanna

Hanna  geb.: ca Juni 2010 (könnte aber auch älter sein)

Geschlecht: Hündin SH. ca. 54 cm Rasse: Mischling Kastriert: ja

Hanna ist die Mama von Quijote und Tango. Sie ist mit ihren Welpen im Juni 2014 vor unserem Tierheim ausgesetzt worden. Sie ist die typische Hündin, die auf irgendeinem Bauernhof gelebt oder einen einsamen Cortijo bewacht hat. Denn so wie sie zu uns kam, dreckig und verlaust, muss sie irgendwo draussen gelebt haben.Hanna ist unsere Mausefängerin. Wenn sie Auslauf hat, kämmt sie jeden Zwinger, jede Gerümpelecke durch, um vielleicht ein Mäuschen zu erwischen. Sie verschiebt Hundehütten und andere grosse Gegenstände, denn überall könnte ja ein Mäuschen lauern. Meistens gibt sie nach einer Weile , wenn ihre Suche erfolglos war diese Tätigkeit auf, um sich am Spiel ihrer Hundefreunde zu beteiligen.

Hann ist eine sanfte, liebevolle Hündin. Videos finden sie auf unserer Website:chuchos-gr.org

Tierheim Kronach (Nordbayern / Oberfranken)

Tel. 09261 / 20111 tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de

Jimmy

„Jimmy“, männlich, kastriert, Schäferhundmix, fast 5 Jahre (geb. 20.09.07), 54 cm 

Heute möchten wir Ihnen ein ganz besonderes Sorgenkind aus unserem Tierheim vorstellen. Ein Sorgenkind, das uns besonders am Herzen liegt und dem wir so sehr eine neue Heimat wünschen, damit dieser arme Hund auch endlich einmal auf der Schokoladenseite des Lebens sein darf. Verdient hätte er es wirklich, denn Jimmy hatte sicher noch kein leichtes Leben. Ein Jahr ist es nun schon her, als Jimmy bei uns im Tierheim abgegeben wurde. Er wurde auf einem Bauernhof geboren, wo er – nach Aussagen des Überbringers – wohl hauptsächlich an der Kette gehalten wurde und nicht im Haus bei seiner Familie leben durfte. Sein Frauchen, eine bereits betagte Dame, hatte gottseidank letztendlich eingesehen, dass sie weder die Zeit, noch die Kraft und Möglichkeit hatte, sich um einen großen Hund zu kümmern und seinen artspezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden.Doch das ist noch nicht Jimmys ganze Leidensgeschichte. Schon am ersten Tag im Tierheim bemerkten wir, dass Jimmy beim Stehen eine etwas gebückte Körperhaltung einnahm und beim Laufen stark hinkte. Teilweise lief er nur auf drei Beinen und setzte sein rechtes Hinterbein nur ab und zu zum Abstützen auf den Boden. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt ergab eine katastrophale Diagnose: Jimmy hatte mehrere Knochenbrüche im rechten Hinterbein und das Kniegelenk war vollkommen zersplittert, so dass nur noch Knochensplitter übrig waren! Vielleicht ist er einmal von einem Auto angefahren worden. All diese Verletzungen waren jedoch nicht frisch, sondern schon älteren Datums, das heißt, er wurde in seiner früheren Familie nicht behandelt, sondern nach dem Unfall einfach sich selbst überlassen! Was für Schmerzen muss Jimmy bei einer derart schweren Verletzung gehabt haben und auch noch weiterhin haben!Natürlich überlegten wir sofort, wie wir ihm helfen konnten. Vier verschiedenen Tierärzten haben wir Jimmy vorgestellt, doch alle kamen zum gleich Ergebnis. Mit einer einfachen Routine-Operation war es aufgrund der Schwere der Knochenbrüche und des zertrümmerten Kniegelenks bei ihm nicht getan. Nach langen Beratungen blieb uns nur noch ein Weg offen: Um Jimmy weitere Schmerzen zu ersparen (die er nach der einhelligen Meinung aller Tierärzte auf jeden Fall bei jedem Schritt hatte, und das nicht zu knapp!), mussten wir Jimmys Bein amputieren lassen. Die Brüche im Oberschenkel hätte man mit einer OP zwar sicher heilen können, aber das völlig zerstörte Kniegelenk hätte man nicht ersetzen können. Lange haben wir alle Möglichkeiten abgewogen und schreckten vor diesem einschneidenden Eingriff zurück. Aber schließlich blieb uns keine andere Möglichkeit.Und es war die richtige Entscheidung! Erstaunlicherweise steckte Jimmy die OP wesentlich besser weg, als wir gedacht hatten. Auch die Tatsache, dass er auf einmal nur noch drei Beine hatte, schien ihn kaum zu verwundern. Beim Laufen stellte er sich von Anfang an prima an. Klar, er hatte natürlich schon Übung, da er auch vorher meist auf drei Beinen gelaufen ist und das kaputte Bein nur ab und zu zum Abstützen verwendet hat. Er war auch sofort nach der OP wieder fit und hat sich seitdem prächtig entwickelt. Wir denken, dass er vorher wirklich viele Schmerzen aushalten musste, denn irgendwie erscheint er uns nun viel befreiter und glücklicher und seine Augen strahlen regelrecht.Und denken Sie nur nicht, dass Jimmy mit seinen drei Beinen nun nicht mehr laufen will oder den ganzen Tag nur herumliegt! Im Gegenteil! Er geht begeistert spazieren – es müssen ja keine stundenlangen Bergwanderungen sein. Aber normale Wanderungen und Spaziergänge absolviert er mit Bravour und genießt diese auch deutlich sichtbar. Jimmy kann auch richtig flitzen, herumrennen und spielen. Die Muskeln seines linken Hinterbeins sind inzwischen so gestärkt und gekräftigt, dass sie das fehlende Bein locker kompensieren können.Was Jimmys Charakter angeht, suchen wir für ihn Menschen, die schon etwas Hundeerfahrung haben. Da er in seinem früheren Zuhause an der Kette vermutlich größtenteils sich selbst überlassen war, hat er weder Erziehung mitbekommen noch Grenzen kennengelernt. Er hat durchaus einen kleinen Dickkopf, den er durchsetzen möchte und kann auch mal grummeln, wenn ihm etwas überhaupt nicht passt. Die ganzen Tierarztbehandlungen zum Beispiel konnten wir nur mit Maulkorb durchführen, obwohl man sagen muss, dass er sich trotzdem recht anständig dabei benommen hat. Man sollte daher liebevoll, aber konsequent mit ihm umgehen und ihm seine Grenzen aufzeigen. Für kleine Kinder ist Jimmy nicht geeignet.Bei seinen eigenen Bezugspersonen ist Jimmy unendlich freundlich und liebevoll. Er schmust wie ein Weltmeister, „schmeißt“ sich richtig an „seine“ Menschen ran und schlabbert sie von oben bis unten ab. Er freut sich riesig über jede Zuwendung, jedes liebe Wort und jede Streicheleinheit und hat vermutlich einen großen Nachholbedarf.Bei Fremden ist Jimmy anfangs eher reserviert und misstrauisch. Wir denken, dass er in seinem eigenen Revier durchaus auch Wachhund-Qualitäten hat. Er gewöhnt sich aber dennoch schnell an jemanden, wobei er sehr empfänglich für Leckerlis ist… :-)Mit Hündinnen versteht sich Jimmy in der Regel gut; Rüden findet er dagegen nicht so toll.Obwohl Jimmy nicht im Haus gehalten wurde, denken wir, dass er stubenrein ist und sich gut benehmen würde. Bei uns im Tierheim macht er nie in seinen Zwinger und wartet immer, bis er Gassi oder in den Garten darf. Auch hat er bei uns noch nie etwas kaputt gemacht. Er benimmt sich vorbildlich, ruhig und brav und ist auch kein Kläffer.Es wäre nun an der Zeit, dass Jimmy auch mal etwas Glück im Leben hätte. Er will doch nur – so wie wir alle – etwas glücklich sein. Ist das zuviel verlangt? Vielleicht gibt es ja irgendwo eine erfahrene und verständnisvolle Familie, die unserem Sorgenkind ein liebevolles Zuhause geben möchte?P.S.: Jimmys lange Krankengeschichte und die Operation haben leider ein großes Loch in unsere Tierheimkasse gerissen. Daher würden wir uns über ein paar Spenden ebenfalls sehr freuen! 

Kontakt:Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de 

 
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