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23.5.2015 : 15:21 : +0200

Tierheim Kronach

Tierheim Kronach (Nordbayern / Oberfranken)

Tel. 09261 / 20111 tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de

Nuca

„Nuca“, weiblich, kastriert, Dt. Schäferhund, geb. 01.01.03, 65 cm 

Gnadenbrotplatz für liebe Schäferhund-Omi Nuca dringend gesucht!

Hallo Schäferhund-Fans! Wir brauchen Eure Hilfe! Nuca, eine durch und durch liebe 12jährige Schäferhündin, möchte nicht im Tierheim sterben! Wenigstens einmal im Leben möchte sie das Gefühl haben, wirklich geliebt worden zu sein. Wir wissen natürlich, dass es für so einen alten Hund fast aussichtslos ist, ein neues Zuhause zu finden. Aber trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf! Vielleicht gibt es ja doch irgendwo verständnisvolle Menschen, die unserer braven Nuca ein Gnadenbrot-Plätzchen geben?Nuca hätte es wirklich mehr als verdient. In ihrem langen Leben hatte sie es noch nie wirklich gut gehabt. Die süße Schäferhündin stammt ursprünglich aus Spanien, wo sie von ihren Besitzern in unserem dortigen Partner-Tierheim Sierra Nevada abgegeben wurde. Zeit ihres Lebens war sie nur dafür da gewesen, ein allein liegendes Grundstück zu bewachen, sozusagen als lebende Alarmanlage. Ob das allerdings wirklich funktioniert hat, wagen wir zu bezweifeln, da Nuca absolut friedfertig und zu allen Menschen superlieb und gutmütig ist... Familienanschluss, Streicheleinheiten, Auslauf, das Gefühl, etwas wert zu sein, geliebt und geachtet zu werden und dazuzugehören – all das kannte Nuca nicht. Im hohen Alter schließlich konnte man die brave Hündin nicht mehr gebrauchen und entledigte sich ihrer auf bequeme Art und Weise.Auch wenn Nucas Vermittlungschancen mehr als schlecht stehen, gibt es für sie in Deutschland immer noch mehr Hoffnung als in Spanien. Dort würde sie im Tierheim einfach vergessen werden, sie würde untergehen in der Masse der anderen heimatlosen Hunde. Das wollten wir nicht, denn die brave Hündin tat uns unendlich leid. Daher wagten wir den Schritt und holten sie zu uns ins Tierheim Kronach. Vielleicht hat Nuca ja trotzdem Glück und wir finden liebevolle Menschen, die ihr ihren Lebensabend versüßen möchten. Noch geben wir nicht auf!Leider hat Nuca wie viele Schäferhunde HD (Hüftgelenksdysplasie), und zwar in sehr fortgeschrittenem Stadium. Dazu kommen noch altersbedingte Arthrosen. Aus diesem Grund läuft sie sehr schlecht und kann auch nicht lange spazieren gehen. Mehrmals pro Tag eine ganz kurze Strecke von ca. einer Viertelstunde, schön langsam und in gemächlichem Tempo, mehr schafft die alte Dame leider nicht mehr. Treppensteigen ist völlig unmöglich.

Zu allem Unglück ist Nuca wegen mangelnder Bewegung im Moment auch noch viel zu dick. Das belastet die ohnehin angegriffenen Gelenke natürlich zusätzlich. Wir haben sie nun auf Diät gesetzt und geben ihr zusätzlich knorpelaufbauende Präparate mit Grünlippmuschelpulver, um ihre Gelenke etwas zu stärken. Daher haben wir die Hoffnung, dass sich ihre Beweglichkeit doch noch etwas verbessern wird. Wunder darf man natürlich nicht erwarten, denn weder HD, noch Arthrose sind heilbar. Aber etwas besser wird es vielleicht doch noch werden und letztendlich kann auch ein Hund mit HD und Arthrose noch ein erfülltes Leben genießen.Wir geben uns gerade deswegen so große Mühe mit Nuca, weil sie charakterlich einfach toll ist. Es ist unmöglich, sie nicht ins Herz zu schließen. Nuca ist so lieb und freundlich zu allen Menschen, gutmütig, brav, dankbar und anhänglich. Sie ist überhaupt nicht ängstlich, sondern auch Fremden gegenüber aufgeschlossen und sofort bereit, Freundschaft zu schließen. Sie hätte sicher auch mit Kindern keine Probleme.Da sie ihr ganzes Leben lang niemanden hatte, der sich wirklich gut um sie gekümmert hätte, weiß sie unsere Zuwendung und Streicheleinheiten natürlich besonders zu schätzen. Nuca genießt es daher sehr, wenn man mit ihr schmust und saugt jede Freundlichkeit richtig in sich auf. Sie ist dabei aber nie aufdringlich oder fordernd! Vielmehr wartet Nuca einfach ab, so als ob sie ohnehin nicht damit rechnen würde, dass jemand gerade zu ihr kommen würde. Wenn dies dann doch der Fall ist, ist sie restlos begeistert und man spürt deutlich ihre große Dankbarkeit. Für jede gute Behandlung revanchiert sie sich mit großer Anhänglichkeit und Treue. Man muss sie einfach gern haben, denn Nuca ist eine richtig liebe und gute Seele.Trotz ihres Alters hat Nuca übrigens ein ganz großes Hobby: Bälle, am liebsten alte Fußbälle! Wenn sie keinen Ball hat, nimmt sie auch ganz gern mal ihren Futternapf. Während ihrer vielen einsamen Jahre auf dem Grundstück in Spanien war dies vielleicht ihre einzige Abwechslung. Zwar kann sie einem geworfenen Ball nicht mehr wirklich hinterher jagen, aber wenn man ihr einen Ball gibt, ist sie glücklich und trägt ihn stolz herum. Oft genug liegt sie bei uns in ihrem Zwinger, einen Ball im Maul und im Gesicht eine absolut stolze und zufriedene Miene. Sie kommt uns dann vor wie ein Kind mit seinem liebsten Spielzeug. :-)

Auch wenn Nuca vermutlich noch nie in einem Haus war, denken wir nicht, dass sie dort Probleme machen würde. Sie ist so ruhig und brav und würde sicher gern einfach auf einer kuscheligen Decke liegen und das Treiben um sich herum beobachten. Aus dem Sturm- und Drang-Alter der Jugend, in dem auch gerne mal was kaputt gemacht wird, ist sie ohnehin längst hinaus.Wichtig ist für sie lediglich, dass sie ihre neue Wohnstatt ohne Stufen betreten kann. Einige wenige Eingangsstufen könnte man vielleicht mit einem Brett als Rampe abmildern. Auch ein Garten sollte vorhanden sein, denn da Nuca nicht mehr weit laufen kann, wären kleine Ausflüge in den Garten eine willkommene Abwechslung für sie. Sie genießt es, im Gras in der Sonne zu liegen, zu schlafen oder einfach die Umgebung zu beobachten.Nuca wäre prima für ältere Menschen geeignet, die selbst auch keine großen Strecken mehr laufen können, aber trotzdem einen anhänglichen Hundekumpel an der Seite hätten.Nuca mag zwar alt sein, aber sie hat noch so viel Liebe zu geben, sie wirkt so positiv und lebensbejahend. Sie ist eine kleine Kämpferin und hätte es wirklich mehr als verdient, wenigstens jetzt, im Alter, noch mal richtig glücklich sein zu dürfen. Wir appellieren daher an alle Tierfreunde: Wer hat ein Herz für unsere brave Schäferhund-Omi und möchte dieser treuen Seele noch einen glücklichen Lebensabend bereiten?

Kontakt: Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111

e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de

Rocky

Rocky“, männlich, kastriert, Schnauzermix, geb. 02.12.02, 59 cm

7 Jahre Tierheim und kein Ende in Sicht…???

Sage und schreibe sieben Jahre sind es nun her, dass Schnauzermix Rocky als Fundhund in unser Tierheim eingeliefert wurde (Stand März 2015). Damals war er klapperdürr, total ausgehungert und wog bei einer Schulterhöhe von fast 60 cm kaum 17 kg! Jegliche Art von Futter, das wir ihm vorsetzten, verschlang er sofort mit einem Heißhunger und in einer Geschwindigkeit, die wir noch nicht oft bei Hunden beobachtet haben. Selbst heute, nach sieben Jahren Tierheimleben, regelmäßigen Fütterungen und längst erreichter Traumfigur, hat sich daran nicht viel geändert – sein Futter schmeckt ihm nach wie vor. :-)

Rockys Besitzer konnte übrigens schon kurz nach seiner Ankunft im Tierheim ausfindig gemacht werden. Er wollte ihn aber nicht wieder zurück und hat ihn uns zur Weitervermittlung überlassen. Sieben Jahre ist das nun her! Sieben Jahre sitzt Rocky inzwischen hinter Tierheimgittern, ohne dass sich jemand ernsthaft für ihn interessiert hätte!Dass es große schwarze Hunde mit Zottelfell immer schwerer haben als andere Rassen, wissen wir natürlich längst. :-( Doch Rocky hatte bisher wirklich überhaupt kein Glück! Inzwischen ist er auch gar nicht mehr tiefschwarz wie früher, sondern sieht mit seinen grauen Gesichtshaaren total süß aus. Sie verleihen ihm das „gewisse Etwas“ eines Mannes in den besten Jahren. :-)

Doch auch wenn Rocky in den letzten sieben Jahren etwas ergraut ist, eines hat sich nicht geändert: Rockys Lebensfreude, seine positive Lebenseinstellung und sein Optimismus! Trotz Tierheimknast ist er nämlich weit davon entfernt, Trübsal zu blasen oder sich aufzugeben – auch wenn er sicher öfter nachts von einer eigenen Familie träumt. Doch Rocky macht das Beste aus seiner traurigen Lage, nimmt das Leben wie es kommt und freut sich über jede Kleinigkeit riesig.Die größte Freude kann man ihm machen, wenn er zu einem Spaziergang mit darf. Rocky ist trotz seiner nunmehr 12 Jahre nämlich noch lange kein „alter Knacker“! Sie würden sich wundern, wie fit der Senior ist! Selbst lange Wanderungen absolviert er mit Elan und Begeisterung und fühlt sich auch für sein geliebtes Bällchenspiel nicht zu alt. Vom Temperament her hat sich Rocky in den letzten sieben Jahren kaum verändert – es ist schier unglaublich!Was sich verändert hat, ist Rockys Erziehung. Er hört nämlich inzwischen sehr gut und darf bei seinem Gassi-Frauchen sogar ohne Leine laufen.Auch seine Einstellung uns Menschen gegenüber hat sich verändert. Früher war Rocky bei Fremden sehr misstrauisch. Er bewachte sein Territorium, hatte einen ausgeprägten Dickkopf und konnte sehr ungnädig reagieren, wenn ihm etwas nicht passte. Inzwischen hat er jedoch viel an Lebenserfahrung gewonnen und gelernt, dass wir es alle gut mit ihm meinen und ihm niemand etwas Böses antun will. Seine Bezugspersonen können längst alles mit ihm machen, er vertraut und gehorcht ihnen und ordnet sich willig unter.Etwas Hundeerfahrung und Fingerspitzengefühl sollte man dafür natürlich mitbringen. Rocky möchte konsequent und souverän geführt werden, so dass er genau weiß, dass sein Herrchen das Sagen hat. Wenn man ihn richtig zu nehmen weiß, ist er aber ein richtig feiner Kerl, aufmerksam, gelehrig, superanhänglich und verschmust. Er möchte gern alles richtig machen und strahlt seine Menschen vor Begeisterung nur so an. Er „lacht“ richtig und ist so unendlich dankbar, wenn man sich ein bisschen mit ihm beschäftigt. Man muss ihn einfach gern haben!

Es wäre so unendlich schade, wenn Rocky seinen gesamten Lebensabend im Tierheim verbringen müsste und nie mehr die Geborgenheit einer eigenen Familie erfahren dürfte! Dabei sehnt sich unser tapferer Senior doch so sehr nach Anschluss, nach einem gemütlichen Kuschel-Körbchen und Menschen, die für ihn da sind und ihn lieb haben. Rocky ist im Haus übrigens sehr brav, er ist stubenrein, kann allein bleiben und macht niemals etwas kaputt. Auch Autofahren ist seine leichteste Übung.Wir sind uns sicher, dass Rocky ein anhänglicher Kumpel wäre, der mit seiner Familie durch dick und dünn gehen würde. Wer gibt diesem sonnigen Hundeopa die Chance, das Leben endlich einmal von seiner Schokoladenseite kennenzulernen?

Kontakt:Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de

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Billy

„Billy“, männlich, Mischling groß, geb. 20.04.03, 59 cm

Armer Billy! Als er mit ca. 6 Monaten aus Spanien bei uns in Kronach ankam, lag sein Leben noch vor ihm und er blickte positiv in die Zukunft. Die Welt lag dem goldigen Wirbelwind zu Füßen. Zunächst schien sich auch alles rosig zu entwickeln, denn Billy durfte sehr schnell in eine neue Familie umziehen. Wie schön wäre es gewesen, wenn er dort bis an sein Lebensende glücklich hätte leben dürfen!Doch leider kam es schließlich ganz anders und Billy musste wegen persönlicher Probleme seines Herrchens vor kurzem auf recht unschöne Art wieder ins Tierheim umziehen. Nun steht der arme Kerl auf einmal wieder ganz allein da – ausgerechnet in einem Alter, in dem man sich eigentlich auf den „Ruhestand“ vorbereiten möchte, in dem man sich wohl versorgt und geborgen fühlen und ein Körbchen sicher haben möchte. Nun muss Billy noch einmal ganz von vorne anfangen.Gottseidank ist Billy ein zäher und robuster „Knochen“ von durch und durch optimistischem und fröhlichen Gemüt. Trübsal zu blasen liegt ihm fern, nein, er nimmt sein Schicksal an und versucht, das Beste daraus zu machen. Im Tierheim hat er sich erstaunlich schnell eingewöhnt, er ist immer gut gelaunt, aufgeschlossen und begeisterungsfähig. Seine Köfferchen sind gepackt und er wäre durchaus schon morgen bereit, ein neues Leben in einer neuen Familie zu beginnen.

Übrigens zählt sich Billy selbst noch lange nicht zum alten Eisen! Wenn Sie ihn kennen, würden Sie sofort zustimmen: Billy ist topfit, temperamentvoll, lebenslustig und aktiv. Wenn wir sein Alter nicht genau wüssten, würden wir ihn auf jeden Fall für jünger halten.Billy ist ein freundlicher, aufgeschlossener und nicht ängstlicher Geselle. Er geht fröhlich auf alle Menschen zu, ist neugierig, möchte Kontakt aufnehmen und Freundschaft schließen. Mit Kindern hatte er allerdings bisher noch keinen Kontakt und wir denken auch, dass er für Kids nicht der richtige Spielgefährte wäre. Für Erwachsene und Jugendliche aber ist Billy ein richtig toller Kumpel, mit dem man durch dick und dünn gehen kann.

Was seine Hunde-Kollegen betrifft, kommt Billy bestens mit großen Hündinnen aus. Kleine Hunde allgemein oder große Rüden sind dagegen gar nicht sein Fall.Im Haus ist Billy superbrav und wohl erzogen. Er macht nichts kaputt, kann sich benehmen und ist selbstverständlich stubenrein. Billy kann auch mehrere Stunden allein bleiben, ohne etwas anzustellen.Beim Spazierengehen zeigt er sich interessiert und aufgeschlossen, ist aber kein hyperaktiver Wirbelwind, den man kaum auslasten kann. Er hat vielmehr ein ruhiges Gemüt, ist dabei wiederum aber auch keine „Schlaftablette“ – eben eine sehr gute Mischung.Billy wäre so gerne wieder ein anhänglicher und verschmuster Begleiter einer Menschenfamilie. Gerne würde er sich auch älteren Menschen anschließen, solange sie noch rüstig genug für ausgiebige Spaziergänge sind. Wer möchte diesem heimatlosen Senior wieder eine glückliche Zukunft schenken?

Kontakt:Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de

Jimmy

„Jimmy“, männlich, kastriert, Schäferhundmix, fast 5 Jahre (geb. 20.09.07), 54 cm 

Heute möchten wir Ihnen ein ganz besonderes Sorgenkind aus unserem Tierheim vorstellen. Ein Sorgenkind, das uns besonders am Herzen liegt und dem wir so sehr eine neue Heimat wünschen, damit dieser arme Hund auch endlich einmal auf der Schokoladenseite des Lebens sein darf. Verdient hätte er es wirklich, denn Jimmy hatte sicher noch kein leichtes Leben. Ein Jahr ist es nun schon her, als Jimmy bei uns im Tierheim abgegeben wurde. Er wurde auf einem Bauernhof geboren, wo er – nach Aussagen des Überbringers – wohl hauptsächlich an der Kette gehalten wurde und nicht im Haus bei seiner Familie leben durfte. Sein Frauchen, eine bereits betagte Dame, hatte gottseidank letztendlich eingesehen, dass sie weder die Zeit, noch die Kraft und Möglichkeit hatte, sich um einen großen Hund zu kümmern und seinen artspezifischen Bedürfnissen gerecht zu werden.Doch das ist noch nicht Jimmys ganze Leidensgeschichte. Schon am ersten Tag im Tierheim bemerkten wir, dass Jimmy beim Stehen eine etwas gebückte Körperhaltung einnahm und beim Laufen stark hinkte. Teilweise lief er nur auf drei Beinen und setzte sein rechtes Hinterbein nur ab und zu zum Abstützen auf den Boden. Eine Röntgenuntersuchung beim Tierarzt ergab eine katastrophale Diagnose: Jimmy hatte mehrere Knochenbrüche im rechten Hinterbein und das Kniegelenk war vollkommen zersplittert, so dass nur noch Knochensplitter übrig waren! Vielleicht ist er einmal von einem Auto angefahren worden. All diese Verletzungen waren jedoch nicht frisch, sondern schon älteren Datums, das heißt, er wurde in seiner früheren Familie nicht behandelt, sondern nach dem Unfall einfach sich selbst überlassen! Was für Schmerzen muss Jimmy bei einer derart schweren Verletzung gehabt haben und auch noch weiterhin haben!Natürlich überlegten wir sofort, wie wir ihm helfen konnten. Vier verschiedenen Tierärzten haben wir Jimmy vorgestellt, doch alle kamen zum gleich Ergebnis. Mit einer einfachen Routine-Operation war es aufgrund der Schwere der Knochenbrüche und des zertrümmerten Kniegelenks bei ihm nicht getan. Nach langen Beratungen blieb uns nur noch ein Weg offen: Um Jimmy weitere Schmerzen zu ersparen (die er nach der einhelligen Meinung aller Tierärzte auf jeden Fall bei jedem Schritt hatte, und das nicht zu knapp!), mussten wir Jimmys Bein amputieren lassen. Die Brüche im Oberschenkel hätte man mit einer OP zwar sicher heilen können, aber das völlig zerstörte Kniegelenk hätte man nicht ersetzen können. Lange haben wir alle Möglichkeiten abgewogen und schreckten vor diesem einschneidenden Eingriff zurück. Aber schließlich blieb uns keine andere Möglichkeit.Und es war die richtige Entscheidung! Erstaunlicherweise steckte Jimmy die OP wesentlich besser weg, als wir gedacht hatten. Auch die Tatsache, dass er auf einmal nur noch drei Beine hatte, schien ihn kaum zu verwundern. Beim Laufen stellte er sich von Anfang an prima an. Klar, er hatte natürlich schon Übung, da er auch vorher meist auf drei Beinen gelaufen ist und das kaputte Bein nur ab und zu zum Abstützen verwendet hat. Er war auch sofort nach der OP wieder fit und hat sich seitdem prächtig entwickelt. Wir denken, dass er vorher wirklich viele Schmerzen aushalten musste, denn irgendwie erscheint er uns nun viel befreiter und glücklicher und seine Augen strahlen regelrecht.Und denken Sie nur nicht, dass Jimmy mit seinen drei Beinen nun nicht mehr laufen will oder den ganzen Tag nur herumliegt! Im Gegenteil! Er geht begeistert spazieren – es müssen ja keine stundenlangen Bergwanderungen sein. Aber normale Wanderungen und Spaziergänge absolviert er mit Bravour und genießt diese auch deutlich sichtbar. Jimmy kann auch richtig flitzen, herumrennen und spielen. Die Muskeln seines linken Hinterbeins sind inzwischen so gestärkt und gekräftigt, dass sie das fehlende Bein locker kompensieren können.Was Jimmys Charakter angeht, suchen wir für ihn Menschen, die schon etwas Hundeerfahrung haben. Da er in seinem früheren Zuhause an der Kette vermutlich größtenteils sich selbst überlassen war, hat er weder Erziehung mitbekommen noch Grenzen kennengelernt. Er hat durchaus einen kleinen Dickkopf, den er durchsetzen möchte und kann auch mal grummeln, wenn ihm etwas überhaupt nicht passt. Die ganzen Tierarztbehandlungen zum Beispiel konnten wir nur mit Maulkorb durchführen, obwohl man sagen muss, dass er sich trotzdem recht anständig dabei benommen hat. Man sollte daher liebevoll, aber konsequent mit ihm umgehen und ihm seine Grenzen aufzeigen. Für kleine Kinder ist Jimmy nicht geeignet.Bei seinen eigenen Bezugspersonen ist Jimmy unendlich freundlich und liebevoll. Er schmust wie ein Weltmeister, „schmeißt“ sich richtig an „seine“ Menschen ran und schlabbert sie von oben bis unten ab. Er freut sich riesig über jede Zuwendung, jedes liebe Wort und jede Streicheleinheit und hat vermutlich einen großen Nachholbedarf.Bei Fremden ist Jimmy anfangs eher reserviert und misstrauisch. Wir denken, dass er in seinem eigenen Revier durchaus auch Wachhund-Qualitäten hat. Er gewöhnt sich aber dennoch schnell an jemanden, wobei er sehr empfänglich für Leckerlis ist… :-)Mit Hündinnen versteht sich Jimmy in der Regel gut; Rüden findet er dagegen nicht so toll.Obwohl Jimmy nicht im Haus gehalten wurde, denken wir, dass er stubenrein ist und sich gut benehmen würde. Bei uns im Tierheim macht er nie in seinen Zwinger und wartet immer, bis er Gassi oder in den Garten darf. Auch hat er bei uns noch nie etwas kaputt gemacht. Er benimmt sich vorbildlich, ruhig und brav und ist auch kein Kläffer.Es wäre nun an der Zeit, dass Jimmy auch mal etwas Glück im Leben hätte. Er will doch nur – so wie wir alle – etwas glücklich sein. Ist das zuviel verlangt? Vielleicht gibt es ja irgendwo eine erfahrene und verständnisvolle Familie, die unserem Sorgenkind ein liebevolles Zuhause geben möchte?P.S.: Jimmys lange Krankengeschichte und die Operation haben leider ein großes Loch in unsere Tierheimkasse gerissen. Daher würden wir uns über ein paar Spenden ebenfalls sehr freuen! 

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