Tierheimhunde
- 1: Tierheimhunde 1.
- 2: Tierschutzligadorf.
- 3: Gnadenhof Sonnenschein.
- 4: Tierchance Rostock.
- 5: Tierheim Bergheim.
- 6: Tierheim Biberach.
- 7: Tierheim Celle.
- 8: Tierheim Dreieich.
- 9: Tierheim Duisburg.
- 10: Tierheim Gardelegen.
- 11: Tierheim Gelsenkirchen.
- 12: Tierheim Gießen.
- 13: Tierheim Hagen.
- 14: Tierheim Halberstadt.
- 15: Tierheim Kronach.
- 16: Tierheim Wetterau.
- 17: Tierheim Wuppertal.
- 18: Tierheim Zweibrücken.
Tierheim Kronach
Tierheim Kronach (Nordbayern / Oberfranken)
Tel. 09261 / 20111 tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de
Kira
Kira“, weiblich, Bullterriermix, 10 Jahre (geboren 2002), 48 cm
Kira wurde von ihrem Besitzer auf dem Kreuzberg, in der Nähe unseres Tierheims, ausgesetzt. Stundenlang hielt sie sich an einer Parkmöglichkeit dort auf, wo sie – wie wir annehmen – zurückgelassen worden war. Das treue Tier entfernte sich niemals weit, sondern wartete hoffnungsvoll darauf, dass ihr verantwortungsloser Besitzer zurückkehren würde. Tierheim-Mitarbeiter und Helfer versuchten lange Zeit, die verstörte Hündin einzufangen, doch ohne Erfolg. Erst nach einigen Stunden fasste sie Vertrauen zu einem Tierfreund und stieg zu ihm ins geöffnete Auto, ganz so als ob sie nun die Hoffnung aufgegeben hätte, ihr Herrchen jemals wiederzusehen und daher anderweitig um Hilfe bitten würde.Inzwischen steht auch Kiras ehemaliger Besitzer fest und Strafanzeige wurde gestellt. Für Kira suchen wir nun ein neues Zuhause, in dem sie gut versorgt, geliebt und vor allem nie wieder so schmählich im Stich gelassen wird. Leicht wird es wohl nicht sein, einen Liebhaber für unser Sorgenkind zu finden, schon allein wegen ihrer Rasse, aber auch wegen ihres doch schon etwas fortgeschrittenen Alters. Die meisten Menschen wollen leider nur junge Hunde aufnehmen. Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf, dass Kira doch noch irgendwann ein Traum-Plätzchen erwischt, in dem sie Geborgenheit erfahren und einen gemütlichen Lebensabend genießen darf. Verdient hätte sie es allemal!Interessenten für unsere süße Bullterrier-Maus sollten schon etwas Hundeerfahrung mitbringen. Kira ist bei Fremden anfangs ziemlich reserviert, bisweilen sogar misstrauisch, und mag nicht gleich von jedem angefasst werden. Wenn man aber Geduld hat und sie nicht bedrängt, taut sie sehr schnell auf. Leckerlis helfen dabei enorm! :-) Hat sie erst einmal Vertrauen gefasst, bindet sich Kira sehr eng an ihre Bezugsperson. Sie ist überaus anhänglich und treu und würde für ihren Menschen durchs Feuer gehen. Ihr Herrchen liebt sie abgöttisch und sucht immer wieder dessen Nähe. Überhaupt sehnt sie sich sehr nach Geborgenheit, Wärme und Zugehörigkeit. Sie könnte stundenlang schmusen und kuschelt sich dann auch liebevoll an ihren Menschenfreund. Es scheint so, als ob die arme Seele einen großen Nachholbedarf an Zuwendung hat.Kira ist bereits gut erzogen und zeigt sich im Tierheim sehr brav und gehorsam. Sie lernt schnell und möchte es ihren Leuten gerne recht machen. Insgesamt ist sie eine eher ruhige Hündin. Sie genießt es, im kuscheligen Körbchen zu liegen und zu relaxen. Spazierengehen findet sie zwar auch toll, aber lange Märsche sind nichts für sie. Kürzere Strecken sind ihr lieber.
Kira leidet sehr hinter den Tierheimgittern, da ihr das Gekläff der anderen Hunde ringsum, der unterschwellige Konkurrenzkampf, der Trubel und die Hektik einfach zuviel sind. Sie kann nicht abschalten, steigert sich dann immer weiter in ihre Aufregung hinein und findet keine Ruhe mehr. Sie ist leider nicht sehr stress-resistent und die Grenze, an der sie sich überfordert fühlt, ist eher niedrig. So springt sie in ihrem Tierheim-Zwinger wie ein Flummi auf und ab, kläfft hier und da, rauft am Gitter mit einem ihrer Rivalen oder zerfetzt vor lauter Frustration ihre Decke. Sobald sie das Tierheim jedoch verlässt und mit ihrer Bezugsperson Gassi geht, ist sie wie ausgewechselt. Sie genießt das Zusammensein mit ihrem Menschen, atmet richtig auf und entspannt. Kira bräuchte daher so dringend ein liebevolles Zuhause, in dem sie zur Ruhe kommen kann. Im Tierheim ist sie einfach absolut unglücklich!Wir wissen nicht, ob Kira schon einmal mit Kindern Kontakt hatte, daher sollten in ihrer neuen Familie besser nur ältere Kinder leben. Mit anderen Hunden versteht sie sich normalerweise recht gut – nur wenn sie hinter Tierheim-Gittern eingesperrt ist, flippt sie vor lauter Aufregung aus. Draußen, beim Spazierengehen, benimmt sie sich wie gesagt ganz anders und mustergültig.Welche verantwortungsbewussten Menschen möchten sich unserer Kira annehmen, sie liebevoll behandeln, ihr Geborgenheit und einen angenehmen Lebensabend schenken? Sie möchte doch auch einfach nur etwas glücklich sein…
Kontakt:Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de
Snoopy
Snoopy“, männlich, kastriert, Jack Russell Terrier-Mix, 8 Jahre, 30 cm
Als Snoopy vor kurzem zu uns ins Tierheim gebracht wurde, war er völlig durcheinander. Seine Welt war vollkommen aus den Fugen geraten und in seinen Augen standen lauter Fragezeichen. Die ersten Tage ließ er sich gar nicht anfassen, er hatte große Angst und wusste nicht, was er von uns halten sollte und ob er uns vertrauen konnte. Als ihm dann aber – wie er das wohl erwartet hatte – nicht der „Himmel auf den Kopf fiel“ und er nur gute Erfahrungen mit uns verbinden konnte, verließ er nach und nach sein Schneckenhaus und fasste Vertrauen.Mittlerweile freut sich Snoopy wie ein Schneekönig, wenn er uns sieht, er springt am Gitter hoch, wedelt wie wild und möchte gestreichelt werden. Er folgt uns auf Schritt und Tritt, möchte einem auf den Schoß krabbeln und schmiegt sich ganz eng an. Bei Fremden ist er zwar anfangs immer noch reserviert, taut aber schnell auf, wenn man etwas Geduld mit ihm hat. Im Grunde hat Snoopy ein sehr großes Bedürfnis nach Geborgenheit und Zuwendung, kann dies aber bei fremden Menschen nicht gleich zeigen. Er braucht einfach eine gewisse Auftau- und Kennenlern-Phase, was ja – wie wir finden – völlig verständlich ist. Wir würden uns ja auch nicht gleich jedem Fremden an den Hals werfen.Aufgrund seiner anfänglichen Zurückhaltung sollte Snoopy nicht in eine Familie mit kleinen Kindern vermittelt werden. Seine Familie sollte schon etwas Hundeerfahrung mitbringen. Sie sollte ihn anfangs nicht zu sehr bestürmen, denn auch wenn dies sehr lieb gemeint ist, findet das Snoopy sehr unheimlich, ja sogar bedrohlich. Wenn er sich zu sehr bedrängt fühlt, kann er zu seiner Verteidigung durchaus auch einmal schnappen, wenn er keine andere Möglichkeit mehr sieht. Hat man jedoch Geduld und verlangt anfangs nicht zuviel von ihm, fasst er schnell Vertrauen und zeigt sich von seiner anhänglichen, verschmusten und liebesbedürftigen Seite.Snoopy hätte so dringend eine verantwortungsbewusste Familie nötig, die ihn versteht. Er sehnt sich nach einem festen Halt im Leben, nach Sicherheit, Streicheleinheiten, Bewegung und Abwechslung. Da er nicht mehr ganz jung ist, ist er schon etwas ruhiger, was ihn zu einem angenehmen Begleiter macht. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass er schon im Rentenalter wäre! Snoopy ist aufgeweckt, unternehmungslustig und geht sehr gern spazieren. Gerade die Jack Russells sind ja sehr zähe und tapfere kleine Burschen, die ein hohes Alter erreichen können.Ebenfalls jack-russell-typisch ist natürlich Snoopys kleiner Dickkopf, weshalb ihn seine neuen Besitzer streng und konsequent, dabei aber immer liebevoll und einfühlsam führen sollten.Wo könnte unser kleiner Snoopy, der im Tierheim sehr unglücklich ist, wieder neuen Halt fassen und glücklich werden?
Kontakt:Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de
Waldi
Waldi“, männlich, Langhaardackelmix, 12 Jahre, 40 cm
Auch Waldi ist einer dieser bedauernswerten Hundesenioren, die im Alter ihren Besitzer verloren haben. Gerade in seinem letzten Lebensabschnitt, wenn er ein warmes und gemütliches Zuhause, eine verlässliche Bezugsperson und liebevolle Betreuung besonders nötig gehabt hätte, steht er nun völlig allein und verlassen auf der Welt da. Uns rühren solche Tragödien immer besonders, denn sie treffen nicht nur den Hund, sondern auch seinen Besitzer, für den die Trennung von seinem oftmals einzigen Freund auch nicht gerade ein leichter Schritt ist. Während Waldis Frauchen also in ein Pflegeheim umziehen musste, holten wir den anfangs völlig verstörten Hundeopi aus seinem angestammten Zuhause und brachten ihn zu uns ins Tierheim. Seinen gewohnten, ihm Sicherheit und Geborgenheit bietenden Alltag musste er notgedrungen von einer Sekunde auf die andere durch ein völlig anderes, lautes und hektisches Tierheimleben ersetzen. Schon für einen jungen Hund ist das oft eine schwere Prüfung – um wie viel schlimmer mag die Umstellung dann für einen Senior sein, der seinen tröstlichen täglichen Trott gewohnt ist?!Umso erstaunlicher war es für uns, als wir beobachteten, wie schnell und problemlos sich dieser „alte Knochen“ in unseren Tierheimalltag einfügte – und das obwohl Waldi altersbedingt fast nichts mehr sieht. Als er sich anfangs noch nicht so gut auskannte, kam es immer mal wieder vor, dass er irgendwo dagegen stieß, aber inzwischen hat er seine Umgebung so gut erforscht und verinnerlicht, dass es einem fremden Besucher nicht auffallen würde, dass der kleine Kerl fast blind ist. Nur manchmal, wenn unerwartete Hindernisse in seinem Weg stehen, läuft er ab und zu dagegen. Er merkt sich dies dann aber sofort und findet sich auch auf unbekanntem Terrain schnell zurecht, eine – wie wir finden – unglaubliche Leistung für solch einen alten Hund!
Was uns an Waldi fasziniert, ist aber nicht nur sein Talent, sich in der für ihn völlig fremden Umgebung zurecht zu finden, sondern auch sein unbändiger Lebenswille! Anders als es die meisten Menschen vermutlich machen würden, hat er nicht lange mit seinem Schicksal gehadert, sondern er nimmt alles, wie es kommt und macht das Beste daraus. Waldi selbst zählt sich noch lange nicht zum alten Eisen, sondern giert regelrecht nach Spaß und Unterhaltung. Am deutlichsten spürt man das, wenn man mit Waldi Gassi geht. Schon vom ersten Tag an, als er bei uns war, genoss der Hundeopi seinen Auslauf von ganzem Herzen. Seine Spaziergänge können gar nicht lang genug sein, er hält fröhlich durch und erfreut sich an all den vielen Schnüffeleien, den Begegnungen mit anderen Hunden und an der Sonne, die ihm auf den Pelz scheint. Wir nehmen an, dass sein Frauchen aus Altersgründen schon lange nicht mehr richtig mit ihm laufen konnte und das holt unser aufgeschlossener Hundeopi nun alles nach! Trotz aller Unternehmungslust läuft Waldi aber angenehm an der Leine, er zieht nicht und braucht natürlich auch keine stundenlangen Marathon-Märsche, um ausgelastet zu sein.Im Haus ist Waldi ruhig, brav und sauber. Er kann sicher auch mal für einige Stunden allein gelassen werden. Im Tierheim beschwert er sich zwar ab und zu mit dem für ihn typischen heiseren Bellen, wenn man an seinem Zwinger vorbeiläuft und sich nicht mit ihm beschäftigt, er hört aber nach kurzer Zeit auch wieder auf, wenn er einsieht, dass ihm das Schimpfen nichts bringt.Mit anderen Hunden versteht sich Waldi meist recht gut, lässt aber mitunter schon mal den „kleinen Chef“ heraushängen. Eine eigene Familie sollte er daher besser nur mit einer Hündin teilen müssen. Was man auf jeden Fall wissen muss, ist die Tatsache, dass Waldi ziemlich futterneidisch sein kann. Sein Fressi lässt er sich weder von einem Hundekollegen, noch von einem Menschen wegnehmen und versteht dabei dann auch keinen Spaß.Normalerweise ist Waldi zu Menschen sehr freundlich. Er lässt sich mit Wohlbehagen streicheln und möchte seinen Bezugspersonen sogar auf den Schoss krabbeln. Gerne folgt er ihnen auf Schritt und Tritt oder schlabbert ihnen die Hände ab. Wenn ihm irgendetwas jedoch total gegen den Strich geht (wie z.B. eine ihm unheimliche Behandlung beim Tierarzt), kann dann auch schon mal sein Dackel-Dickkopf, gepaart mit Altersstarrsinn, zum Vorschein kommen. Aber da man diesen „alten Knochen“ vermutlich nicht mehr ändern wird, muss man ihn einfach so nehmen und lieben wie er ist.Waldi kennt bereits Kinder, da er bei uns schon oft mit Kindern Gassi gegangen ist, wobei er sich immer freundlich verhalten hat. In seinem eigenen Haushalt sollten jedoch nur größere Kinder leben, die vernünftig genug sind, zu begreifen, dass sie ihn nicht zu plötzlich knuddeln oder auch zum Beispiel nicht im Schlaf stören sollten. Damit möchten wir jedoch auf keinen Fall ausdrücken, dass Waldi aggressiv wäre, aber aufgrund seiner Blindheit könnte er eventuell erschrecken. Natürlich wissen wir, dass Waldis Chancen auf ein neues Zuhause mehr als schlecht stehen. Die wenigsten Menschen haben nun mal ein Herz für alte Tiere. Trotzdem macht es uns unendlich traurig, zu wissen, dass dieses lebenshungrige Kerlchen für immer hinter Tierheim-Gittern versauern soll. Vielleicht gibt es ja doch irgendwo einen netten Menschen, der Waldi eine Chance gibt? Nur zu gern würde er wieder bei einem rüstigen, älteren Ehepaar einziehen. Wer hat ein Herz für unseren Hundeopa?
Kontakt:Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de
Diez
Diez“, männlich, kastriert, Galgomix, 6 Jahre, 65 cm
Plätzchen gesucht für Sorgenkind Diez!
Bereits seit über drei Jahren lebt der gertenschlanke Windhund Diez im Tierheim Kronach. „Diez“ bedeutet auf deutsch übrigens „zehn“ – seine früheren Besitzer in Spanien hatten ihn so getauft, weil er ihr zehntes Haustier war. Dies jedoch nicht für lange, denn sie gaben ihn schon als Junghund in unser spanisches Partner-Tierheim Granada, von wo aus er über ein paar Umwege zu uns nach Kronach gelangte. Leider scheint dies für Diez jedoch vorläufig die Endstation zu sein, denn seit über dreieinhalb Jahren lebt der Powerhund nun hinter fränkischen Tierheim-Gittern, ohne dass sich jemand ernsthaft für ihn interessiert hätte.Nun ja, ein bisschen hat dies natürlich auch mit Diez´ Charakter zu tun, denn für Hundeanfänger ist dieser Charakterkopf nicht geeignet. Zwar ist er bei seinen eigenen Menschen absolut lieb, freundlich und problemlos und lässt gutmütig wirklich alles mit sich machen, bei Fremden entscheidet bei ihm allerdings die Sympathie. Diez mag beileibe nicht jeden, der ihm über den Weg läuft! Die meisten Menschen findet er zwar ganz okay und es gibt sogar einige, mit denen er – obwohl sie ihm völlig fremd sind – von der ersten Minute an schmust wie ein Weltmeister, doch leider gibt es auch immer wieder Passanten, die ihm absolut nicht in den Kram passen und die er nicht an sich oder sein Frauchen heranlassen würde. Um sich und die Seinen vor solch (in Diez´ Augen) unliebsamen Subjekten zu schützen, kann er dann durchaus auch mal grimmig werden. Da man seine Reaktion von vornherein nicht immer einschätzen kann, sollte man beim Spazierengehen mit Diez also aufpassen und ihn sicherheitshalber zu keinen fremden Menschen hinlassen.
Bei seinen Bezugspersonen dagegen ist Diez wie ausgewechselt. Er liebt sie abgöttisch, möchte ihnen auf Schritt und Tritt folgen und ist immer bereit für eine Streicheleinheit, ein gutes Wort oder ein Leckerli. Da er so anschmiegsam, brav und gehorsam ist, ist er längst einer der besonderen Lieblinge der Tierpfleger geworden.Diez´ besondere Leidenschaft ist das Spielen mit Bällen oder Quietschtieren, denen er stundenlang nachjagen könnte. Ganz nach Windhundart entwickelt er dabei eine unglaubliche Geschwindigkeit, so dass es richtig Spaß macht, ihm dabei zuzusehen. Sobald er das Spielzeug seinem Menschen übergeben hat, steht er mit freudestrahlendem Gesicht schon wieder in den Startlöchern, um von Neuem loszusprinten. „Los! Wirf schon endlich!“ sagen seine Augen.Gottseidank ist Diez trotz seiner langen Tierheimzeit ein fröhlicher Hund geblieben, ein Sonnenschein und Frechdachs. Er hat schon viel gelernt und ist eigentlich recht gut erzogen. Natürlich lässt sich dies immer noch weiter ausbauen. Dabei sollte man auf jeden Fall konsequent vorgehen, da der Schlingel durchaus seinen eigenen Kopf hat und Schwächen für sich nutzt. Auch braucht Diez gerade als Windhund viel Auslauf, um sich austoben zu können. Er wäre sicher auch prima als Jogging-Begleiter geeignet. Im Tierheim ist er leider nicht wirklich ausgelastet.
Im Haus ist Diez übrigens sehr brav. Er liebt sein gemütliches Kuschelkörbchen und hat ein sehr angenehmes, unaufdringliches und ruhiges Wesen. Wir denken, dass er problemlos ein paar Stunden allein bleiben könnte, denn im Tierheim hat er noch nie etwas kaputt gemacht und ist auch kein Kläffer. Auch Autofahren sollte kein Problem für ihn darstellen.Was andere Hunde betrifft, versteht er sich nicht immer und entscheidet nach Sympathie. In seinem eigenen Zuhause sollte er daher unbedingt als Einzelhund leben dürfen. Eventuell würde er dafür mit Katzen auskommen. Diez´ neue Familie sollte aus hundeerfahrenen Menschen bestehen, die ihn auslasten können. Ein eingezäunter Garten, in dem Diez auch mal ohne Leine tollen kann, wäre super. Für Kinder ist Diez leider nicht geeignet. Wer möchte unser Sorgenkind aus dem Tierheim-Knast befreien und kann ihm genau das richtige Zuhause bieten?
Kontakt: Tierschutzverein Kronach Tel.: 09261/20111 e-mail: tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de
Lorca
Lorca“, männlich, kastriert, Bretonischer Spanielmix, 1 Jahr, 40 cm
Es soll gleich zu Anfang gesagt werden: Der kleine Lorca ist behindert! Aber es ist eine Behinderung, die ihn weder im Geringsten stört, noch ihn daran hindert, ein normales Hundeleben zu führen. Er hat diese Behinderung nämlich von Geburt an, ist also daran gewöhnt, kennt es nicht anders und hat keine Schmerzen. Dieses beobachtet und bestätigt die Pflegemami, bei der Lorca seit etwa fünf Monaten lebt.Lorca rennt über Feldwege, Wiesen und Felder wie ein geölter Blitz, springt über Wassergräben oder auch mal hinein, krabbelt durch Zaunlöcher ... kurzum, er ist so beweglich und macht so viel oder so wenig Unsinn wie ein anderer Hund in seinem Alter auch. Auch Treppensteigen kann er.Sein linkes Hinterbeinchen benutzt er zwar nur wenig; nur wenn er langsam geht, tippt er damit ein wenig auf. Sonst hält er es leicht angewinkelt. Aber das scheint ihm überhaupt keine Mühe zu bereiten. Sein Hinterteil ist leicht nach unten geneigt. Er hat keinen Schwanz.
Eine Mitarbeiterin unseres spanischen Partner-Tierheims Albolote/Granada fand Lorca in einem Dorf auf der Straße, wo er mit anderen Hunden herumtobte. Das war im Januar bei Kälte und strömendem Regen. Sie glaubte, der Hund sei kurz zuvor von einem Auto angefahren worden, meinte sogar, noch Blut gesehen zu haben. Aber als sie ihn zum Tierarzt brachte und dieser ihn untersucht und geröntgt hatte, stellte sich heraus, dass nichts von dem, was an Lorcas Körper nicht normal war, ihm vor kurzem zugestoßen war. Da ihm sogar, abgesehen von einer Verformung der Wirbelsäule, in einem Bein ein Knochen fehlt und seine Rute sich innerhalb des Körpers befindet, geht der TA davon aus, das Lorca so auf die Welt gekommen ist. Das erklärt auch, warum er so gut mit seiner Behinderung zurechtkommt.Vom Wesen her ist Lorca ein ganz unkomplizierter Hund. Er ist ein richtiger Sonnenschein, scheint ständig zu grinsen und versprüht derart viel Charme, dass man ihn einfach gern haben muss und seine Behinderung zweitrangig erscheint. Unglaublich, wie viel positive Energie in diesem kleinen Bündel Hund steckt! Davon könnte sich so mancher Mensch eine Scheibe abschneiden!Lorca ist freundlich, gutmütig und anhänglich zu allen Personen und würde sich bestimmt auch in einer Familie mit vernünftigen Kindern wohl fühlen. Auch mit seinen Artgenossen und sogar mit Katzen versteht er sich bestens, lebt er doch auf seiner Pflegestelle mit mehreren Katzen und drei anderen Hunden beiderlei Geschlechts zusammen. Gerne spielt er mit diesen, ist dabei aber niemals dominant. Natürlich muss Lorca noch etwas erzogen werden, denn trotz seiner Behinderung möchte er keine Extra-Behandlung oder Mitleid, sondern genauso leben wie jeder andere Hund auch. Er ist aufgeschlossen und lernwillig und freut sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Auch Schmuseeinheiten und Spielen dürfen in seiner neuen Familie nicht zu kurz kommen.Wer möchte diesen vorwitzigen kleinen Frechdachs, der so tapfer und fröhlich durchs Leben geht, bei sich aufnehmen und ihm eine liebevolle neue Heimat bieten?
Lorca ist bei Übergabe kastriert, geimpft, gechipt und auf Mittelmeerkrankheiten getestet.
Aufenthaltsort: Pflegestelle Tierheim Albolote/Granada (Spanien).
Kontakt:Helga Gießler, Erste Vorsitzende des Tierschutzvereins Granada (eine Deutsche) 0034 / 958 501 508 helgagiessler(at)yahoo.es oder Tierheim Kronach 09261 / 20111 tsvkc(at)gmx.de www.tierheim-kronach.de
Rocky
„Rocky“, männlich, Schnauzermix, 7 Jahre, 59 cm
Rocky kam ursprünglich als Fundhund zu uns. Er war in einen Garten eingebrochen, hatte dort Hühner gerissen und – was ziemlich ungewöhnlich ist – sogar aufgefressen. Im Tierheim angekommen, merkten wir sofort, dass dieser Hund total ausgehungert sein musste. Trotz seiner Größe von fast 60 cm Schulterhöhe wog er kaum 17 kg! Jegliche Art von Futter, das wir ihm vorsetzten, verschlang er sofort mit einem Heißhunger und in einer Geschwindigkeit, die wir noch nicht oft bei Hunden beobachtet haben. Selbst heute, nach mehreren Wochen Tierheimleben und regelmäßigen Fütterungen, hat sich daran nichts geändert - zu tief sitzt möglicherweise die Angst, es könnte morgen nichts mehr geben.
Inzwischen konnte auch Rockys Besitzer ausfindig gemacht werden, der ihn uns jedoch zur Weitervermittlung überlassen hat. Nun suchen wir eine neue liebevolle Familie für diesen fröhlichen Kerl, bei der er ein glückliches Hundeleben führen darf.
Charakterlich ist Rocky ein richtiger Sonnenschein. Er freut sich über alles und jeden, „lacht“ und wedelt den ganzen Tag und findet es einfach klasse, wenn man sich ein bisschen mit ihm beschäftigt. Auch mit größeren Kindern (mit kleinen Kindern gibt es bisher keine Erfahrungswerte) dürfte er keinerlei Schwierigkeiten haben, denn Rocky ist gutmütig, freundlich und einfach ein guter Kerl. Für jede Streicheleinheit, jedes gute Wort und jedes Leckerli ist er unendlich dankbar. Vom Alter her wirkt Rocky übrigens wesentlich jünger. Als wir anfangs sein genaues Alter noch nicht kannten, hätten wir ihn aufgrund von Temperament und Zähne auf höchstens 2-3 Jahre geschätzt. Er ist ein richtiger kleiner Flummi, der gerne ausgelassen herumtollt, lange Spaziergänge unternimmt und vor allem leidenschaftlich gern Ball spielt. Davon kann er nie genug bekommen!Wir sind uns sicher, dass Rocky ein anhänglicher Kumpel wäre, der mit seiner Familie durch dick und dünn gehen würde. Wer gibt diesem sonnigen Kerlchen die Chance, das Leben von seiner Schokoladenseite kennenzulernen?
Tierheim Kronach (Nordbayern / Oberfranken) Tel. 09261 / 20111














