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30.3.2017 : 0:46 : +0200

Tierheim Gießen

Tierheim Gießen Vixröder Str. 16 35396 Gießen Tel. 0641-52251 a.weber(at)tsv-giessen.de Internet: www.tsv-giessen.de

Mio

Chihuahua-Spitz-Mix Mio (geb. 13.11.2011) wurde wegen Überforderung bei uns abgegeben. Er war bislang ein typischer "Ebay-Wanderpokal". Das soll sich nun ändern!

Mio ist ein sehr ängstlicher Hund. Auf fremde Menschen geht er nicht von sich aus zu. Sein Vertrauen muss man gewinnen - aber an dieser Stelle sei gesagt: das ist nicht unmöglich! Viele Angsthunde haben es schwer Interessenten zu finden, da sie eben nicht gleich kuschelig und anschmiegsam sind. Aber wenn Mio einem Zweibeiner vertraut, dann ist er beides. Er sucht in jedem Fall Menschen, die schon Erfahrung mit solchen Hunden besitzen. Denn ist man bei ihm zu schnell und zu übergriffig, meint Mio sich verteidigen zu müssen. Die Vorteile an diesem kleinen Flauschebällchen sind sicherlich seine geringe Größe und dass er sehr (!) gut mit anderen Hunden verträglich ist und sich auch gut an solchen orientiert. Ein souveräner bereits vorhandener Hund würde also schonmal einen prima Start ermöglichen. Trotz seiner kleinen Statur und seiner Angst sollte Mio aber wie ein richtiger Hund behandelt werden, denn das letzte was er braucht, wären Menschen die ihn verhätscheln und daurch eigentlich nur seine Ängste weiter schüren! Auch sollte sein nächstes bitte sein endgültiges Zuhause werden :-) 

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Snoopy

Snoopy (geb. 2001) kam letztes Jahr als Fundtier ins Tierheim und wurde dann schnell wieder von seinen Besitzern abgeholt.

Nun, ein Jahr später sitzt der arme Tropf wieder im Tierheim und versteht die Welt nicht mehr. Vier lange Tage wurde er einfach nach dem Auszug seiner Besitzer alleine in der Wohnung zurück gelassen und schlussendlich in Absprache mit den Besitzern uns übereignet. Nun sucht der etwas sturköpfige Terrier-Senior ein neues Zuhause, in dem er nicht wieder weg muss, sondern seinen Lebensabend genießen kann.

Snoopy ist mit anderen Hunden gut verträglich, mag aber keine Katzen. Er ist für sein Alter noch sehr fit und geht noch gerne spazieren.Wir hoffen sehr, dass er, trotz seines hohen Alters, nicht lange im Tierheim bleiben muss, sondern schon bald wieder im Wohnzimmer netter Menschen vor sich hin schnarchen darf und mit seiner neuen Familie ausgiebige Kuscheleinheiten genießen kann.

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Franzi

Unsere Franzi (geb. 21.01.2015, Boxer-Mix) kam als verspielter Junghund zu uns und eigentlich dachten wir, schnell ein Zuhause für die freundliche, verspielte und quirlige Hundedame zu finden.

Doch leider entwickelten sich manche Charakterzüge bei ihr anders als erwartet. So ist sie momentan anderen Tieren gegenüber sehr schwierig. Bei Katzen, Kleintieren, Großtieren und kleinen Hunden siegt der Jagdtrieb und sie benötigt eine klare Führung um sich dann gut zu benehmen.Sie benötigt einige Zeit, um einen anderen Hund zu mögen und zu akzeptieren. Jedoch ist sie als Zweithund aufgrund von Eifersucht und Futterneid eher nicht geeignet.

Menschen gegenüber, egal ob fremd oder vertraut, ist sie sehr freundlich und aufgeschlossen, nur oft noch etwas zu stürmisch.Franzi lernt unheimlich gern und schnell und sollte auch weiterhin eine Hundeschule besuchen dürfen, um ihr geistiges Potenzial auszubauen und ihre Konzentration zu fördern.Ihr Mensch sollte ihr deutliche Grenzen setzen, denn diese braucht sie. Das sollte ohne Härte, aber mit viel klarer und konsequenter Führung erfolgen.

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Enzo

Enzo, der mit "bürgerlichem" Namen Dante von der Sandrose heißt, hat sein weit verzweigter Stammbaum nicht davor bewahrt schon zum zweiten Mal im Tierheim zu sitzen.

Enzo (geb. am 17.04.2012) ist ein niedlicher kleiner Clown - aber er hat einfach schon sehr schlechte Erfahrungen in seinem Leben machen müssen. Daher kann der lustige Kerl in machen Situationen auch anders... Im Tierheim zeigt er keine negativen Reaktionen - scheinbar beschränkt er seine Wutausbrüche auf ein heimisches Umfeld. Er benötigt eine liebevolle aber konsequente Erziehung.So gehören die Fellpflege an den "kniffligen" Stellen und das Alleinsein momentan noch zu seinen absoluten Alpträumen. Mit klaren Regeln durch eine hunderfahrene Person sollte er diese aber auch überwinden können.Enzo sucht ein Zuhause am liebsten bei rasseerfahrenen Personen ohne kleine Kinder. Er lebt bei uns in einem gemischten Hunderudel.

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Fussel

Labrador-Mix Fussel hatte seit Kindesbeinen an ein glückliches Leben in seiner Familie. Doch dann wurde sein Frauchen schwer krank und musste schweren Herzens ein neues Zuhause für ihn suchen. Dieses schien auch gefunden, doch leider war seine stürmische Art zu "umwerfend" für die Kinder. So kam Fussel ins Tierheim.

Fussel steckt gerade mitten in der Pubertät, deshalb hat er noch nicht die emotionale Sicherheit bekommen, souverän durch den Alltag gehen zu können. Viele neue Situationen findet er noch sehr gruselig - genauso wie viele fremde Menschen. Daher wünscht er sich einen hundeerfahrenen Menschen, welcher ihm noch die ein oder andere Nachhilfestunde geben kann. Auch sein stürmisches Temperament sollte noch etwas gebändigt werden. Menschen, denen er vertraut, möchte Fussel gefallen und könnte mit etwas Erziehung schnell zu einem Vorzeigehund avancieren. Kinder in Fussels neuem Zuhause sollten schon älter sein

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Antero

Mischling Antero (geb. ca. 17.11.2010) wurde von uns als absoluter Notfall aus einem rumänischen Tierheim aufgenommen. Er hatte schwerste Verletzungen, weswegen er unmöglich dort bleiben konnte. Vermutlich entstanden diese durch eine Metallschlinge, die um seine Taille gezogen war. Seine Verletzung ist gut ausgeheilt, aber eine Folge blieb. Durch die vielen Narben am Unterbauch schaut "sein bestes Stück" immer ein wenig raus und kann sich nicht komplett zurückziehen. Auf einem Foto ist dieses auch zu sehen.

Antero ist ein unglaublich liebes "Seelchen". Schüchtern anfangs, aber das legt sich schnell und er saugt die Streicheleinheiten auf, wie ein Schwamm. Antero hat uns alle im Tierheim um seine Pfoten gewickelt, einfach durch seine so liebenswürdige und bescheidene Art.

Wir sind uns sicher, dass er auch schon bald seine neue Familie um die Pfoten gewickelt hat und ihnen zeigt, dass in ihm ein wahrer Traumhund steckt.Wem also dieses winzige "Handicap" nicht stört, der bekommt in Antero den wundervollsten Hund, den man sich vorstellen kann! Einfach ein Schatz!!!

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Crack

Podenco-Mix Crack (geb. 04.11.2011) wurde mit der Flasche großgezogen. Danach hat er allerdings lange Zeit in einem anderen Tierheim verbracht, sodass ihm noch der ein oder andere Punkt in der Erziehung näher gebracht werden sollte.

Crack ist ein sehr lieber, etwas unsicherer Hase, der im Tierheim sehr leidet. Er wünscht sich endlich ein eigenes Zuhause bei lieben Menschen. Rassebedingt könnte mit Jagdtrieb zu rechnen sein.Seine neuen Menschen möchte Crack trotz guter Hundeverträglichkeit leider ungern teilen. Sollte Crack also als Zweithund leben sollen, muss noch am Punkt Eifersucht gearbeitet werden.

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Pancho

Mischling Pancho (geb. 01.12.2015) ist wohl das, was man die hündische Verkörperung einer Duracellbatterie nennen würde. Nie scheint dem gut gelaunten Sonnenschein die Energie auszugehen. So lustig seine Kapriolen auch aussehen mögen: als Zweibeiner muss man diesen im wahrsten Sinne des Wortes gewachsen sein. Denn Pancho hat noch nie etwas von Erziehung gehört. Der nicht mal 1 Jahr alte Frechdachs versteht im Moment so gar nicht, warum wir Menschen es nicht super lustig finden, wenn er zur Begrüßung an uns hochspringt, warum man beim Spazierengehen an der Leine nicht so schnell Laufen darf wie man nur kann und vor allem warum man sich erst auf seinen Allerwertesten setzen soll, bevor es Kekse gibt ;-)

Eine sehr sportliche Herausforderung auf vier Beinen also. Hat man Pancho beigebracht, sich auch einmal für längere Zeit als nur 0,1 Sekunden zu konzentrieren, wird man einen echt traumhaften Partner für tolle Ausflüge und ein glückliches Familienleben bekommen.

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Mira

Die ca. Anfang Januar 2016 geborene Mischlingshündin Mira wurde Mitte November angebunden in Hungen gefunden. Sie blieb sechs Wochen bei den Findern und durfte dort erst einmal zu Ruhe kommen. Ende Dezember kam Mira dann zu uns ins Tierheim.Die hübsche Hündin zeigt sich Anfangs bei Fremden sehr unsicher und misstrauisch.

Wenn Sie Ihren Menschen mag und vertraut blüht sie sehr schnell auf und kann eine sehr fröhliche, lustige junge Hündin sein. Ihren Bezugsmenschen jammert sie hinterher, wenn sie diesen nicht folgen kann. Daher denken wir, dass man mit ihr das Alleinesein noch gut üben muss. Sie ist eine überaus charmante Hündin, so dass man sich wirklich leicht in sie vergucken kann.

Mira zeigt eine leichte Leinenaggression bei Artgenossen, die man aber gut umlenken kann.Auch ein gewisser Jagdtrieb lässt sich nicht leugnen.Was Mira in ihrem bisherigen Leben schon durch gemacht hat, können wir nicht sagen, aber sie scheint nichts schönes bisher erlebt zu haben.Um so wichtiger ist es nun, dass sie Menschen findet, die ihr genügend Sicherheit geben, damit sie ihre Unsicherheit bald ablegen kann.

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Taiga

Taiga, eine Deutsche Schäferhündin, geb. am 12.05.2010, ist das typische Beispiel für „harte Schale, weicher Kern“.

Menschen, die sie kennenlernen möchten, stellen bald fest, sie ist nicht so bestechlich, dass sie innerhalb weniger Minuten „best friend“ mit einem ist. Aber gibt man ihr etwas Zeit und beschäftigt sich mit ihr, so bindet sie sich sehr stark an einen Menschen, aber eben eher nur an diesen einen (oder höchstens zwei) Menschen. Nun könnte man ja meinen, dass Taiga dann problemlos ein Leben in trauter Zweisamkeit führen würde, aber weit gefehlt - Taiga neigt dazu, die Hausregeln selber bestimmen zu wollen. Nun sagt sie aber nicht gleich, „das ist mein Sofa, da kommst du nicht drauf“ - nein, sie testet immer wieder leicht ihre Grenzen und oftmals so suptil, dass man es nicht ernst nimmt und als nicht wichtig abtut. Ein Mini-Brummler beim Bürsten, Abtrocknen oder Zecke entfernen, ohne dass man es ihr verbietet; später ein etwas größerer Grummler ohne Konsequenz und dann irgendwann – die Expolsion. Menschen, die sich für Taiga interessieren, müssen daher ihre Hausregeln ganz sicher im Kopf haben und diese auch klar einfordern (können).

 

Taiga muss von Beginn an lernen, dass sie die Luft zum Atmen in ihrem neuen Zuhause nur atmen, aber nicht besitzen darf. Hat sie dies verstanden, was sicher am Anfang ein wenig Diskussionsbedarf gibt (nicht auf der körperlichen Ebene, denn auf harsche Worte oder Körpersprache reagiert Taiga höchst sensibel), so akzeptiert sie es und ist der treue, sanfte Gefährte, den sich so ziemlich jeder Hundefreund an seiner Seite wünscht. Sie zeigt dann ihre sehr sensible, lernbegierige und freundliche Seite, dass sie sich stark an ihrer Bezugsperson orientiert, gut leinenführig ist und ihrem Menschen unbedingt gefallen möchte. Mit anderen Hunden verträgt sich Taiga nur bedingt. Je nach Sympathie findet sie diese ganz gut oder eben absolut gar nicht. Bei Hunden, die Taiga nicht mag, kann man sich aber mit ihr einigen, dass sie diese zumindest beim Spaziergang mit Ignoranz straft, so dass man nicht gleich als Zweibeiner inmitten einer Straßenschlacht steht. Wenn es da draußen einen hundeerfahrenen Menschen gibt, der einen überaus treuen Wegbegleiter sucht, mit dem man Pferde stehlen kann, der ist bei Taiga genau richtig. Sie hat zwar ein paar Baustellen, aber wer bereit ist, klare Regeln aufzustellen, ein wenig Durchsetzungsvermögen mitbringt und den Willen hat, mit seinem Hund zu arbeiten, der kann sich sicher schon bald auf die Schulter klopfen und wird mit einer Freundin fürs Leben belohnt.

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Tini

Tini (Mallorquinischer Schäferhund-Labrador-Mix , geb. 01.03.2012) wurde bei uns abgegeben, da die Lebenssituation ihrer Halter sich geändert hat und dadurch die hübsche Maus nicht mehr die Zeit bekommt, die sie braucht. Ursprünglich kommt Tini aus einer Tötungsstation in Spanien. 

Sie kennt schon einige Grundkommandos und lernt sehr schnell und gerne, man sollte mit ihr aber neue Dinge in Ruhe erarbeiten, da sie mit zu vielen Reizen schnell überfordert ist.Mit anderen Hunden ist Tini bedingt verträglich, sie sucht sich ihre Artgenossen selbst aus. Hier im Tierheim hat sie sich Kajos als Zimmergenossen ausgesucht.Tini ist eine sehr sportliche Hündin, die gerne mit ihren Menschen joggt oder auch beim fahrradfahren dabei ist.Ihre neuen Menschen sollten Hundeerfahrung mitbringen und mit ihr die Hundeschule besuchen.Weitere Beschreibung folgt, wenn wir sie besser kennengelernt haben.

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Tigre

Podenco-Bardino-Mix Tigre (geb. 05.08.2013) ist ein sehr netter Rüde. Wenn er zu einem Menschen aufschaut, scheint er Fragen zu wollen: Mach ich das richtig? Hat man als Zweibeiner seine Aufmerksamkeit gewonnen, ist der unerzogene junge Rüde sehr gut führbar und lernt schnell. Ist aber die Umwelt spannender und Tigre abgelenkt kann er auch sehr stur sein und dann wird es schwierig, seine Energie wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Er sucht also in jedem Fall eine sportliche Familie mit Hundeerfahrung. Rassebedingt ist mit Jagdtrieb bei Tigre zu rechnen.

Weitere Beschreibung folgt...

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Lazey

Lazey, eine am 26.09.2014 geborene Border Collie-Mix-Hündin, hatte es in ihrem bisherigen Leben nicht sehr leicht. Als Welpe für die Tochter angeschafft hat sich ihre Familie bisher kaum um die Erziehung bemüht und waren mit ihr überfordert als sie ein gewisses Alter erreichte. Doch anstatt Hilfe zu suchen, sperrten sie Lazey in eine Box, aus welcher sie nur noch selten herauskam und auch mit Händen hat sie nicht nur gute Erfahrungen gemacht.

Hier bei uns trainiert sie viel mir ihrer Hundebegleiterin und hat erziehungstechnisch schon viel aufgeholt. Apportieren, Nasenarbeit, Longieren und Aufmerksamkeitsübungen machen ihr viel Spaß und man merkt ihr an, dass sie eine geistige Beschäftigung dringend braucht und liebt.

Fremde Personen oder Situationen machen ihr oft Angst und sie neigt aus Unsicherheit dazu, nach vorne zu gehen.

Interessenten sollten daher Zeit mitbringen, um Lazey kennen zu lernen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Bei einer ruhigen, klaren und konsequenten Führung baut sie jedoch eine enge Beziehung zu ihrer Bezugsperson auf und ist dann auch leichter an gruselige Situationen und Menschen heranzuführen.

Mit anderen Hunden ist Lazey anfangs etwas schwierig und benötigt mehrere Anläufe, bis sie eine enge Hundefreundschaft aufbaut.

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Brownie

Mischling (Thai-Ridgeback?) Brownie, geb. 10.01.2014, kam ursprünglich aus Rumänien, konnte aber bei seiner neuen Familie nicht bleiben da er sich nicht mit den vorhandenen Hunden vertrug.

Sein Verhalten erinnert oft an das eines Straßenhundes: In für ihn unangenehmen Situationen verfällt er meist in Erstarren oder Flucht. Das macht es schwierig, Interessenten für ihn zu finden, denn er wird meistens einfach übersehen.

Zwar benötigt er länger, bis er zu einem Menschen Vertrauen aufbaut, dafür ist dieses dann umso unerschütterlicher und einzigartiger. Seine Pfleger begrüßt er morgens mit Spielaufforderungen und flummiartigen Tanzeinlagen und seine Hundebegleiterin mit einem Jodelkonzert.

Auch hat er bereits viele Kunststücke gelernt. Doch ebenso gut wie er im lernen ist, kann er sich auch vollkommen dumm stellen wenn er den Trick jemand Bestimmten oder in einer bestimmten Situation nicht zeigen will. Daher sollten seine Menschen entweder grenzenlose Geduld oder erzieherisches Wohlwollen mitbringen.Seine Angst bestimmten Situationen gegenüber wird er vermutlich niemals ganz loswerden, daher sucht er ein eher ruhigeres Zuhause.Er ist zwar nicht hundeunverträglich, neigt aber zum mobben und sollte daher lieber Einzelhund sein dürfen.Wer gibt dem liebenswerten Kasper endlich ein behütetes Zuhause?

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Jo

"Die Geschichte vom bösen Wolf - oder : Wie man das Herz eines Hundes gewinnt"

Jo, oder auch Jo-Jo oder Joey genannt, ist typisch Terrier: stur, ein Dickschädel der seines Gleichen sucht, launisch... Er kann aber auch ganz anders: verschmust, lieb, folgsam, arbeitswillig, ein kleiner Clown, den man gern in sein Herz lässt.

Leider zeigt der kleine Jo geb. 2013, erstmal alle nicht so schönen Seiten, die er mit sich bringt. Fremde findet er blöd, seine Box und sein Futter ist prinzipiell erstmal seins und wenn ihm langweilig ist, zerlegt er auch seine Decken, sein Körbchen und Spielzeuge in feinste Kleinteile.

Wenn man sich aber mit ihm intensiv auseinander setzt, kann er auch ganz anders. Kopfmäßig muss man dem kleinen Mann was bieten. Seine Lieblingsbeschäftigung ist momentan die Fährtenarbeit. Mit links läuft er gelegte Fährten über 200-300m und hat sichtlich Spaß an der Sache. Er ist dann nicht von seiner Arbeit abzulenken und erfüllt diese sauber bis zum Schluß. Auch an kleinen Agilityübungen hat er Spaß und möchte seiner Bezugsperson unbedingt gefallen.

Was dazu notwendig ist? Eine klare Führung und ganz wichtig: Futter. Wenn er den Futterbeutel bereits sieht, aus dem seine Leckerchen kommen, ist er sofort Feuer und Flamme und tut alles für diesen Beutel. Mit Futter schafft man es also recht schnell in sein kleines verschrobenes Herz. Ebenso mit ruhiger, motivierender Stimme, wobei er die Worte "Super" und "Jawoll" in ruhigem tiefen Ton am liebsten hört. Im Verhalten sollte man ihm gegenüber ihm gleich begegnen: ruhig und gelassen. Das gibt ihm Sicherheit, die er in sich selbst nicht in jeder Situation findet und dementsprechend dann auch reagiert.

Ein souveräner Zweithund hilft ihm ebenfalls in seinem Verhalten.

Mit unsicheren Menschen hat der kleine Mann so seine Probleme, da er selbst eher unsicher ist, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so rüber kommt. Deshalb sollten fremde Menschen ihn prinzipiell einfach ignorieren, ihn weder ansehen, noch anfassen. Dann verhält er sich auch ruhig, legt sich auf seine Decke und schläft.

Wenn man sich in das Herz des kleinen mogeln möchte, schafft man dies ebenfalls durch Ignoranz. Er zeigt von selbst, wann er bereit ist, dem Menschen vor sich zu vertrauen oder eben auch nicht. Doch wenn man es in kleinteiliger Arbeit geschafft hat, sich in das Herz des kleinen ignoranten, störrischen und manchmal doch sehr launischen Terriers zu etablieren, dann gewinnt man einen Freund fürs Leben. Hat der kleine Jo einen erstmal lieb gewonnen, gibt es an Liebesbekundungen wie Küsschen geben, sich an einen schmiegen, den Hals tief in den Händen vergraben oder alles zu tun, was die geliebte Person vor ihm von ihm verlangt,kein Halten mehr.

Wer sich für den kleinen Jo interessiert und eine Herrausforderung in seinem Leben sucht, die mit unendlicher Zuneigung belohnt wird, sollte den kleinen Bub über mehrere Tage einfach mal kennen lernen. Auf die erste Begegnung wird er nicht der Hund fürs Leben sein, wenn man ihm aber eine Chance gibt, ihn wirklich kennen zu lernen, hat man einen Partner auf vier Pfoten, den es so nicht noch einmal gibt.

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Tim

Podenco-Schäferhund-Mix Tim (geb. 2013) kam zum ersten Mal als Junghund in unser Tierheim und wurde auch ganz bald vermittelt. Immerhin sieht er ja sehr chic aus und wenn er einen Menschen mit seinen dunklen Kulleraugen ansieht, so schmelzen diese reihenweise hin. Tim ist nunmal ein Schönling ;-)

Und so blickte er seinen Menschen mit seinen Kulleraugen tief in die Augen und bekam was er wollte. Tim war überzeugt: Grenzen sind was für andere, aber doch nicht für ihn!. Doch irgendwann stellten seine Menschen fest, dass ein vollpubertärer Schnösel, der keine Grenzen kennt, nicht unbedingt das ist, was man in seinem Zuhause haben möchte. Ganz klar war, eine Hundeschule muss her, denn endlich sollte der selbstbewusste Tim Regeln erfahren.

Tim sah das ganze allerding anders und auch die aufgesuchte Hundeschule änderte nichts an der Situation – ganz im Gegenteil, sie verschlimmerte sein Verhalten, denn statt ihm liebevoll und konsequent zu begegnen, zeigten sie ihm, „wo der Hammer hängt“.

Und was lernt der Hund von Welt – Menschen können so richtig doof sein, vor allem, wenn man sie nicht kennt.

Und so zeigt Tim, inzwischen schon lange wieder im Tierheim, jedem, den er nicht kennt und der ihn nach seinem Meinung schief anguckt, ihn anspricht oder keine Armlänge Abstand hält, chronisch die Mittelkralle bzw. zeigt ihnen seine guten Argumente.

Wer nun glaubt, der Kerl mit den Kulleraugen sei unnahbar und wolle keine feste Beziehung, der liegt falsch. Tim entscheidet selber, wem er eine Chance gibt, ihn kennenlernen zu dürfen. Dabei benötigt es sicher einige Dates, bis er sich dazu entscheidet, dass die Armlänge Abstand etwas aufgebrochen werden kann. Und wenn er sich dann nach einiger Zeit für eine feste Beziehung entscheidet, so kann man sich seiner Treue gewiss sein. Dann genießt er gemeinsame Unternehmungen, ausgiebiges Kuscheln, unterlässt das diskutieren und wenn man ihn lässt, was man aber definitiv nicht sollte, besorgt er auch das Abendessen.

Gewiss sein muss sich sein Partner aber auch, dass der ihm gegenüber treu ergebene Tim nach wie vor nicht aufs Angrabschen und schief angucken von Fremden steht und dann auch seine Argumente spielen lassen würde.Wer also einen Wolf im Schafspelz sucht, der ist bei Tim genau richtig. Wir hoffen sehr, dass sich Menschen seiner Checkliste stellen wollen - einfach kann ja jeder...

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