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23.7.2017 : 22:36 : +0200

Tierheim Gießen

Tierheim Gießen Vixröder Str. 16 35396 Gießen Tel. 0641-52251 a.weber(at)tsv-giessen.de Internet: www.tsv-giessen.de

Jakomo

Malinois-Mix Jakomo (geb 2007) wurde schweren Herzens bei uns abgegeben, da sein Besitzer gesundheitlich nicht mehr in der Lage war, sich um ihn zu kümmern. Ursprünglich wurde er aus schlechter Haltung geholt und hat so in jungen Jahren niemals gelernt, sich in für ihn unangenehmen Situationen auf seinen Menschen verlassen zu können. Daher kommt es vor allen in Tierarztsituationen dazu, dass Jakomo sich nicht fixieren lassen möchte und dann entweder panisch versucht, einen Ausweg zu finden oder aber sogar um sich zu schnappt.

Mit neuen Menschen ist Jakomo anfangs distanziert und benötigt etwas Zeit um Vertrauen aufzubauen. Hat er jedoch einen Menschen in sein Herz geschlossen, ist er ein sehr freundlicher, anhänglicher und gehorsamer Hund.Hat man eine Leine in der Hand, freut er sich überschwänglich auf den Spaziergang und springt wie ein junger Welpe umher, sodass man nicht daran denkt, dass er eigentlich schon zu den älteren Semestern gehört.Er kann bereits alleine bleiben und kennt außer den Grundkommandos auch das Pfote geben, Schau und kann apportieren. Auch Autofahren ist für ihn kein Problem.

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Sida

Die Deutsche Schäferhündin Sida (Ida vom Haus Egerland, geb. am 04.05.2008) kam über die Polizei zu uns, nachdem sie diese durch längeres Bellen auf ihr verstorbenes Frauchen aufmerksam gemacht hatte. Sie lebte die letzten Jahren bei einer Rollstuhlfahrerin, bei welcher sie aus dem Drang heraus, sie beschützen zu wollen, leider auch eine Leinenaggression entwickelte. Bei einer souveränen Führung legt sie dieses Verhalten jedoch schnell ab.Schäferhund-Liebhaber finden in Sida schnell alle der liebenswerten Eigenschaften: Sie ist treu, verschmust aber auch wachsam und stets bemüht ihrem Herrchen oder Frauchen jeden Wunsch von den Augen abzulesen.

Da sie tätowiert war, kennen wir Sidas Züchter, sowie ihre Vorbesitzerin, bei welcher sie auch eine Assistenzhund-Ausbildung genossen hatte und Dinge lernte wie Socken ausziehen oder runtergefallene Dinge aufheben.Trotz ihres etwas fortgeschrittenen Alters hat Sida noch keinerlei Wehwechen, da die Spaziergänge die letzten Jahre jedoch kürzer wurden muss sie noch etwas Kondition aufbauen.

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Hatschi

Jack Russel Terrier Hatschi, geb. am 21.08.2007, ist ein absoluter Schatz. Er ist freundlich und genießt die Aufmerksamkeit von Zweibeinern sehr.

Neben den Kommandos „Sitz“ und „Platz“ kennt er schon so einige Tricks wie „Pfote“ und „Rolle“. Diese führt er mit großer Begeisterung aus, vor allem dann, wenn es dafür ein Leckerlie gibt.Im Tierheim ist er gelandet, da sein Besitzer verstorben ist und niemand der Familie die Zeit hatte, ihm sein Zuhause zu sichern.Hatschi hat bisher als Zweithund gelebt. Aber wir sind uns sicher, dass er glücklicher wäre, die Aufmerksamkeit der Menschen nicht mit einem anderen Hund teilen zu müssen.Hatschi konnte in seinem alten Zuhause bis zu sechs Stunden alleine bleiben. Er geht brav an der Leine und ist auch Freilauf gewöhnt. Wegen des rassebedingten Jagdtriebs, der aber nicht allzu stark ausgeprägt ist, sollte dieser aber besser in gut einsehbarem Gelände stattfinden.Hatschi ist immer nur freundlich. Außer bei Tierarztbesuchen (aber wer will es ihm verdenken :D... Aber selbst beim Krallenschneiden hat er seinem Unmut nur stimmlich und ohne den Einsatz seiner Zähne Ausdruck verliehen :-)

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Buddy

Jack Russel Terrier Buddy, geb. am 20.08.2009, wurde mit Hatschi abgegeben, da ihr Herrchen verstorben war und sich in der Familie leider niemand mit genügend Zeit für die beiden Terrier fand.

Beide Jungs leben zwar auch aktuell noch zusammen, allerdings zeichnete sich von Anfang an im Tierheim ab, dass Hatschi lieber ein neues Zuhause ganz für sich allein haben möchte.Buddy ist ein super netter Terrier, der sich sein neues Zuhause auch gerne mit einem anderen Hund teilen würde. Am liebsten wäre ihm natürlich ein Hundemädchen ;-) Futter- oder Spielzeugneid hat Buddy bislang nicht gezeigt. In seinem alten Zuhause konnte er sechs Stunden alleine bleiben (in Gesellschaft eines anderen Hundes). Das Thema Leinenführigkeit muss zwar noch geübt werden, aber ansonsten ist Buddy recht wohlerzogen. Er ist zwar Freilauf gewöhnt, allerdings hat er aber auch rassetypisch Jagdtrieb.Für wen kann Buddy der neue beste Freund werden?

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Berti

Berti ist ein superschöner Mischlingsrüde, geb. 01.05.2009. Da über seine Vorgeschichte eigentlich fast nichts bekannt ist, können wir zu dem ein oder anderen Thema noch nicht viel sagen, bzw. bislang nur Vermutungen anstellen.

So zeigt er beispielsweise einen recht hohen Freiheitsdrang, wenn er sich in einem der Innenhofausläufe des Tierheims befindet und testet dort gerne einmal die Zaunhöhe genau aus. Von daher könnte es möglich sein, dass man ihn nicht alleine in einen Garten lassen kann (je nach Umzäunung). Ansonsten zeigt sich Berti hier sehr brav und ruhig, er geht enspannt an der Leine und scheint auch keine ausgeprägten, sportlichen Herausforderungen zu suchen.

Wir könnten uns Berti gut in einer Familie vorstellen, die zwar gerne etwas mit ihrem Vierbeiner unternimmt, aber keine Ambitionen in Richtung Hochleistungssport hat :-)

Ein wenig Hundeerfahrung sollte man aber mitbringen, denn so ab und zu kann Berti einen klitzkleinen Sturkopf nicht leugnen :D

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Katy

Mischling Katy (geb. 09.01.2016) sollte eigentlich die Begleiterin für eine ältere Dame werden...

Das wäre mit dieser jugendlichen Powermaus sicherlich auf die Dauer eher nicht gut gegangen und so sucht Katy vernünftigerweise nach einer neuen Familie. Diese sollte vor allem sportlich sein, denn Katy ist alles andere als ein Couchpotatoe. Die hübsche Lady muss noch einiges Lernen, was das Zusammenleben mit Zweibeinern betrifft. Sie ist allerdings sehr wissbegierig, lieb und menschenbezogen, daher sollte das kein Problem darstellen. Sie mag Menschen sogar so sehr, dass es ihr aktuell noch völlig unmöglich erscheint, von einem Menschen alleine zurückgelassen zu werden (selbst wenn ihr noch ein anderer Hund zur Gesellschaft bleibt). Hier wäre also der erste sehr wichtige Trainingspunkt für ihre neuen Zweibeiner. Im Tierheim ist es im Moment so, dass Katy in solchen Fällen zwar nicht in einen "Zerstörungsrausch" fällt, allerdings stimmt sie sofort zu einem wahren Klagekonzert an ;-)

Mit Rüden versteht sich Katy sehr gut, obwohl fremde Hunde hinter ihrem Zaun oder bei Spaziergängen noch gerne angepöbelt werden.Wenn Sie also Lust auf viel Bewegung in der freien Natur haben und schon über etwas Hundeerfahrung verfügen, könnte Katy ihr nächster Traumhund werden :-)

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Baby

Terrier-Mix Baby (geb. 25.10.2009) hatte bisher viel Pech in ihrem Leben. Aus (sehr) schlechten Verhältnissen stammend, sollte ihr Leben bei ihrem letzten Zuhause besser werden. Nur leider war es nicht für die Ewigkeit. Eine Wohnungsräumung zwingt ihr Herrchen dazu, ein neues Zuhause für die kleine Zauselmaus zu suchen.

Baby ist kein Hund für Hundeneulinge und Familien mit kleinen Kindern. Dazu ist sie einfach zu sehr und gerne Terrier-Diva :-) Fremde Hunde bringen den Lockenkopf gerne dazu, die Contenance zu verlieren... An ihrer Leinenaggression gegenüber Artgenossen muss also dringend gearbeitet werden. Baby wäre vermutlich lieber die alleinige Herrscherin über ihr Reich, obwohl sie sich im Tierheim seit Beginn an ihr Zimmer mit dem Rüden Jonny geteilt hat. Baby kann auch eine super liebe und lustige Zeitgenossin sein, die gerne einfach bei ihren Menschen ist.

Für Baby wird es endlich Zeit, ein gutes Zuhause "für immer" zu finden!

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Louisa

Mischling Louisa wurde am 27.01.2015 geboren und verträgt sich leider nicht mit Katzen. Bei den Stubentigern kann sie einen gewissen Jagdtrieb einfach nicht leugnen. In ihren Ahnen haben Hütehunde mit Sicherheit eine tragende Rolle gespielt und daher sollte ihre neue Familie sportlich sein und viel erleben wollen. An der Erziehung der jungen Dame muss noch an ein paar Ecken gefeilt werden. Sie ist aber eine sehr nette und menschenbezogene Hündin und wird es ihrer Familie vielleicht nicht immer aber doch sehr häufig leicht machen.

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Fussel

Labrador-Mix Fussel hatte seit Kindesbeinen an ein glückliches Leben in seiner Familie. Doch dann wurde sein Frauchen schwer krank und musste schweren Herzens ein neues Zuhause für ihn suchen. Dieses schien auch gefunden, doch leider war seine stürmische Art zu "umwerfend" für die Kinder. So kam Fussel ins Tierheim.

Fussel steckt gerade mitten in der Pubertät, deshalb hat er noch nicht die emotionale Sicherheit bekommen, souverän durch den Alltag gehen zu können. Viele neue Situationen findet er noch sehr gruselig - genauso wie viele fremde Menschen. Daher wünscht er sich einen hundeerfahrenen Menschen, welcher ihm noch die ein oder andere Nachhilfestunde geben kann. Auch sein stürmisches Temperament sollte noch etwas gebändigt werden. Menschen, denen er vertraut, möchte Fussel gefallen und könnte mit etwas Erziehung schnell zu einem Vorzeigehund avancieren. Kinder in Fussels neuem Zuhause sollten schon älter sein

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Crack

Podenco-Mix Crack (geb. 04.11.2011) wurde mit der Flasche großgezogen. Danach hat er allerdings lange Zeit in einem anderen Tierheim verbracht, sodass ihm noch der ein oder andere Punkt in der Erziehung näher gebracht werden sollte.

Crack ist ein sehr lieber, etwas unsicherer Hase, der im Tierheim sehr leidet. Er wünscht sich endlich ein eigenes Zuhause bei lieben Menschen. Rassebedingt könnte mit Jagdtrieb zu rechnen sein.Seine neuen Menschen möchte Crack trotz guter Hundeverträglichkeit leider ungern teilen. Sollte Crack also als Zweithund leben sollen, muss noch am Punkt Eifersucht gearbeitet werden.

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Taiga

Taiga, eine Deutsche Schäferhündin, geb. am 12.05.2010, ist das typische Beispiel für „harte Schale, weicher Kern“.

Menschen, die sie kennenlernen möchten, stellen bald fest, sie ist nicht so bestechlich, dass sie innerhalb weniger Minuten „best friend“ mit einem ist. Aber gibt man ihr etwas Zeit und beschäftigt sich mit ihr, so bindet sie sich sehr stark an einen Menschen, aber eben eher nur an diesen einen (oder höchstens zwei) Menschen. Nun könnte man ja meinen, dass Taiga dann problemlos ein Leben in trauter Zweisamkeit führen würde, aber weit gefehlt - Taiga neigt dazu, die Hausregeln selber bestimmen zu wollen. Nun sagt sie aber nicht gleich, „das ist mein Sofa, da kommst du nicht drauf“ - nein, sie testet immer wieder leicht ihre Grenzen und oftmals so suptil, dass man es nicht ernst nimmt und als nicht wichtig abtut. Ein Mini-Brummler beim Bürsten, Abtrocknen oder Zecke entfernen, ohne dass man es ihr verbietet; später ein etwas größerer Grummler ohne Konsequenz und dann irgendwann – die Expolsion. Menschen, die sich für Taiga interessieren, müssen daher ihre Hausregeln ganz sicher im Kopf haben und diese auch klar einfordern (können).

 

Taiga muss von Beginn an lernen, dass sie die Luft zum Atmen in ihrem neuen Zuhause nur atmen, aber nicht besitzen darf. Hat sie dies verstanden, was sicher am Anfang ein wenig Diskussionsbedarf gibt (nicht auf der körperlichen Ebene, denn auf harsche Worte oder Körpersprache reagiert Taiga höchst sensibel), so akzeptiert sie es und ist der treue, sanfte Gefährte, den sich so ziemlich jeder Hundefreund an seiner Seite wünscht. Sie zeigt dann ihre sehr sensible, lernbegierige und freundliche Seite, dass sie sich stark an ihrer Bezugsperson orientiert, gut leinenführig ist und ihrem Menschen unbedingt gefallen möchte. Mit anderen Hunden verträgt sich Taiga nur bedingt. Je nach Sympathie findet sie diese ganz gut oder eben absolut gar nicht. Bei Hunden, die Taiga nicht mag, kann man sich aber mit ihr einigen, dass sie diese zumindest beim Spaziergang mit Ignoranz straft, so dass man nicht gleich als Zweibeiner inmitten einer Straßenschlacht steht. Wenn es da draußen einen hundeerfahrenen Menschen gibt, der einen überaus treuen Wegbegleiter sucht, mit dem man Pferde stehlen kann, der ist bei Taiga genau richtig. Sie hat zwar ein paar Baustellen, aber wer bereit ist, klare Regeln aufzustellen, ein wenig Durchsetzungsvermögen mitbringt und den Willen hat, mit seinem Hund zu arbeiten, der kann sich sicher schon bald auf die Schulter klopfen und wird mit einer Freundin fürs Leben belohnt.

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Tini

Tini (Mallorquinischer Schäferhund-Labrador-Mix , geb. 01.03.2012) wurde bei uns abgegeben, da die Lebenssituation ihrer Halter sich geändert hat und dadurch die hübsche Maus nicht mehr die Zeit bekommt, die sie braucht. Ursprünglich kommt Tini aus einer Tötungsstation in Spanien. 

Sie kennt schon einige Grundkommandos und lernt sehr schnell und gerne, man sollte mit ihr aber neue Dinge in Ruhe erarbeiten, da sie mit zu vielen Reizen schnell überfordert ist.Mit anderen Hunden ist Tini bedingt verträglich, sie sucht sich ihre Artgenossen selbst aus. Hier im Tierheim hat sie sich Kajos als Zimmergenossen ausgesucht.Tini ist eine sehr sportliche Hündin, die gerne mit ihren Menschen joggt oder auch beim fahrradfahren dabei ist.Ihre neuen Menschen sollten Hundeerfahrung mitbringen und mit ihr die Hundeschule besuchen.Weitere Beschreibung folgt, wenn wir sie besser kennengelernt haben.

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Brownie

Mischling (Thai-Ridgeback?) Brownie, geb. 10.01.2014, kam ursprünglich aus Rumänien, konnte aber bei seiner neuen Familie nicht bleiben da er sich nicht mit den vorhandenen Hunden vertrug.

Sein Verhalten erinnert oft an das eines Straßenhundes: In für ihn unangenehmen Situationen verfällt er meist in Erstarren oder Flucht. Das macht es schwierig, Interessenten für ihn zu finden, denn er wird meistens einfach übersehen.

Zwar benötigt er länger, bis er zu einem Menschen Vertrauen aufbaut, dafür ist dieses dann umso unerschütterlicher und einzigartiger. Seine Pfleger begrüßt er morgens mit Spielaufforderungen und flummiartigen Tanzeinlagen und seine Hundebegleiterin mit einem Jodelkonzert.

Auch hat er bereits viele Kunststücke gelernt. Doch ebenso gut wie er im lernen ist, kann er sich auch vollkommen dumm stellen wenn er den Trick jemand Bestimmten oder in einer bestimmten Situation nicht zeigen will. Daher sollten seine Menschen entweder grenzenlose Geduld oder erzieherisches Wohlwollen mitbringen.Seine Angst bestimmten Situationen gegenüber wird er vermutlich niemals ganz loswerden, daher sucht er ein eher ruhigeres Zuhause.Er ist zwar nicht hundeunverträglich, neigt aber zum mobben und sollte daher lieber Einzelhund sein dürfen.Wer gibt dem liebenswerten Kasper endlich ein behütetes Zuhause?

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Jo

"Die Geschichte vom bösen Wolf - oder : Wie man das Herz eines Hundes gewinnt"

Jo, oder auch Jo-Jo oder Joey genannt, ist typisch Terrier: stur, ein Dickschädel der seines Gleichen sucht, launisch... Er kann aber auch ganz anders: verschmust, lieb, folgsam, arbeitswillig, ein kleiner Clown, den man gern in sein Herz lässt.

Leider zeigt der kleine Jo geb. 2013, erstmal alle nicht so schönen Seiten, die er mit sich bringt. Fremde findet er blöd, seine Box und sein Futter ist prinzipiell erstmal seins und wenn ihm langweilig ist, zerlegt er auch seine Decken, sein Körbchen und Spielzeuge in feinste Kleinteile.

Wenn man sich aber mit ihm intensiv auseinander setzt, kann er auch ganz anders. Kopfmäßig muss man dem kleinen Mann was bieten. Seine Lieblingsbeschäftigung ist momentan die Fährtenarbeit. Mit links läuft er gelegte Fährten über 200-300m und hat sichtlich Spaß an der Sache. Er ist dann nicht von seiner Arbeit abzulenken und erfüllt diese sauber bis zum Schluß. Auch an kleinen Agilityübungen hat er Spaß und möchte seiner Bezugsperson unbedingt gefallen.

Was dazu notwendig ist? Eine klare Führung und ganz wichtig: Futter. Wenn er den Futterbeutel bereits sieht, aus dem seine Leckerchen kommen, ist er sofort Feuer und Flamme und tut alles für diesen Beutel. Mit Futter schafft man es also recht schnell in sein kleines verschrobenes Herz. Ebenso mit ruhiger, motivierender Stimme, wobei er die Worte "Super" und "Jawoll" in ruhigem tiefen Ton am liebsten hört. Im Verhalten sollte man ihm gegenüber ihm gleich begegnen: ruhig und gelassen. Das gibt ihm Sicherheit, die er in sich selbst nicht in jeder Situation findet und dementsprechend dann auch reagiert.

Ein souveräner Zweithund hilft ihm ebenfalls in seinem Verhalten.

Mit unsicheren Menschen hat der kleine Mann so seine Probleme, da er selbst eher unsicher ist, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so rüber kommt. Deshalb sollten fremde Menschen ihn prinzipiell einfach ignorieren, ihn weder ansehen, noch anfassen. Dann verhält er sich auch ruhig, legt sich auf seine Decke und schläft.

Wenn man sich in das Herz des kleinen mogeln möchte, schafft man dies ebenfalls durch Ignoranz. Er zeigt von selbst, wann er bereit ist, dem Menschen vor sich zu vertrauen oder eben auch nicht. Doch wenn man es in kleinteiliger Arbeit geschafft hat, sich in das Herz des kleinen ignoranten, störrischen und manchmal doch sehr launischen Terriers zu etablieren, dann gewinnt man einen Freund fürs Leben. Hat der kleine Jo einen erstmal lieb gewonnen, gibt es an Liebesbekundungen wie Küsschen geben, sich an einen schmiegen, den Hals tief in den Händen vergraben oder alles zu tun, was die geliebte Person vor ihm von ihm verlangt,kein Halten mehr.

Wer sich für den kleinen Jo interessiert und eine Herrausforderung in seinem Leben sucht, die mit unendlicher Zuneigung belohnt wird, sollte den kleinen Bub über mehrere Tage einfach mal kennen lernen. Auf die erste Begegnung wird er nicht der Hund fürs Leben sein, wenn man ihm aber eine Chance gibt, ihn wirklich kennen zu lernen, hat man einen Partner auf vier Pfoten, den es so nicht noch einmal gibt.

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Tim

Podenco-Schäferhund-Mix Tim (geb. 2013) kam zum ersten Mal als Junghund in unser Tierheim und wurde auch ganz bald vermittelt. Immerhin sieht er ja sehr chic aus und wenn er einen Menschen mit seinen dunklen Kulleraugen ansieht, so schmelzen diese reihenweise hin. Tim ist nunmal ein Schönling ;-)

Und so blickte er seinen Menschen mit seinen Kulleraugen tief in die Augen und bekam was er wollte. Tim war überzeugt: Grenzen sind was für andere, aber doch nicht für ihn!. Doch irgendwann stellten seine Menschen fest, dass ein vollpubertärer Schnösel, der keine Grenzen kennt, nicht unbedingt das ist, was man in seinem Zuhause haben möchte. Ganz klar war, eine Hundeschule muss her, denn endlich sollte der selbstbewusste Tim Regeln erfahren.

Tim sah das ganze allerding anders und auch die aufgesuchte Hundeschule änderte nichts an der Situation – ganz im Gegenteil, sie verschlimmerte sein Verhalten, denn statt ihm liebevoll und konsequent zu begegnen, zeigten sie ihm, „wo der Hammer hängt“.

Und was lernt der Hund von Welt – Menschen können so richtig doof sein, vor allem, wenn man sie nicht kennt.

Und so zeigt Tim, inzwischen schon lange wieder im Tierheim, jedem, den er nicht kennt und der ihn nach seinem Meinung schief anguckt, ihn anspricht oder keine Armlänge Abstand hält, chronisch die Mittelkralle bzw. zeigt ihnen seine guten Argumente.

Wer nun glaubt, der Kerl mit den Kulleraugen sei unnahbar und wolle keine feste Beziehung, der liegt falsch. Tim entscheidet selber, wem er eine Chance gibt, ihn kennenlernen zu dürfen. Dabei benötigt es sicher einige Dates, bis er sich dazu entscheidet, dass die Armlänge Abstand etwas aufgebrochen werden kann. Und wenn er sich dann nach einiger Zeit für eine feste Beziehung entscheidet, so kann man sich seiner Treue gewiss sein. Dann genießt er gemeinsame Unternehmungen, ausgiebiges Kuscheln, unterlässt das diskutieren und wenn man ihn lässt, was man aber definitiv nicht sollte, besorgt er auch das Abendessen.

Gewiss sein muss sich sein Partner aber auch, dass der ihm gegenüber treu ergebene Tim nach wie vor nicht aufs Angrabschen und schief angucken von Fremden steht und dann auch seine Argumente spielen lassen würde.Wer also einen Wolf im Schafspelz sucht, der ist bei Tim genau richtig. Wir hoffen sehr, dass sich Menschen seiner Checkliste stellen wollen - einfach kann ja jeder...

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