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17.1.2018 : 23:18 : +0100

Tierheim Gießen

Tierheim Gießen Vixröder Str. 16 35396 Gießen Tel. 0641-52251 a.weber(at)tsv-giessen.de Internet: www.tsv-giessen.de

Tierra

Mischling Tierra (geb. 01.10.2013) ist eine sehr unsichere bis ängstliche Hündin und ihre neuen Besitzer sollten etwas Zeit mitbringen um ihr Vertrauen zu gewinnen.

Sie lebte mehrere Jahre in einem spanischen Tierheim, in welchem sie nur wenig Außenreize kennengelernt hat. So gruselt sie sich noch vor so manchen Dingen, welche für andere Hunde selbstverständlich sind.Hat sie ihre Menschen einmal kennen und lieben gelernt, neigt sie zum klammern. D.h. sie versucht beim Verlassen ihrer Menschen diese an ihrer Kleidung zurückzuziehen.Für Tierra suchen wir Menschen mit Hundeerfahrung, Zeit und Geduld, damit sie lernen kann, dass es außerhalb ihres Körbchens keine Monster gibt. Ein zweiter Hund könnte ihr hierbei helfen.

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Charly

Der Altdeutsche Hütehund-DSH-Mischling Charly (geb. 03.07.2011) kam zu uns, nachdem sein Besitzer und einzige Bezugsperson verstarb.Er zeigte sich im Tierheim anfangs sehr ängstlich, wird inzwischen aber immer sicherer. Er bindet sich stark an eine Person und möchte dann auch gerne immer in deren Nähe sein.

Mit anderen Hunden verträgt er sich gut, auf wilde Spiele lässt er sich jedoch nicht ein.Leider neigt er stark zum kontrollieren und kann bei unklarer Führung auch maßregelnd nach seinen Menschen schnappen. Daher suchen wir für ihn hundeerfahrene Menschen, welche sich gut durchsetzen können.Er kennt bereits Sitz, Platz und Such sowie das Autofahren.Ein Jagd (bzw. Hütetrieb) auf Nutz- und Wildtiere ist vorhanden.

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Luis

Chihuahua-Mix Luis (geb. 31.03.2016) kam mit seiner Schwester Leonie zu uns.

Er ist ein kleiner Wirbelwind und trotz der geringen Größe ein äußerst mutiger Hund (und kein Kläffer). Mit anderen Hunden verträgt er sich gut und auch Kinder dürften gerne die neue Familie bereichern.Als Zweithund wäre er gut geeignet, sollte er Einzelhund werden müsste Zeit eingeplant werden um das Alleinebleiben ohne zweiten Hund zu lernen.Natürlich könnte er auch mit seiner Schwester umziehen, dies wäre aber nicht zwingend notwendig.Er sucht ein Zuhause, in welchem sein cleveres Köpfchen gefördert wird und er nicht „nur ein Schoßhund“ sein muss.

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Odin

Der Westerwälder Kuhhund Odin (geb. 04.02.2017) wurde eigentlich angeschafft, um ihn an das Hüten der eigenen Rinder auf den Hof zu gewöhnen. Doch tragischerweise musste der Hof aufgegeben werden noch bevor Odin seinen Lebensinhalt voll erlernen konnte.

Rassetypisch sehnt er sich nach einer Aufgabe und wir würden ihn gerne bei einem Schäfer sehen, wo er seiner Leidenschaft nachgehen kann und nach getaner Arbeit am Familienleben teilhaben darf.Zumindest einem Hundesport sollte Odin jedoch nachkommen dürfen, um seine Intelligenz in die richtigen Bahnen zu lenken.

Mit anderen Hunden verträgt er sich gut, sehr große Kandidaten kann er gelegentlich jedoch mit einer Kuh verwechseln und in die Beine zwicken ;)Er zeigt sich allen Menschen gegenüber freundlich, da er jedoch sehr stürmisch sein kann, sollten Kinder im Haus lieber schon sicher auf den Beinen stehen können.

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Mars

Der Westsibirische Laika Mars (geb. 14.09.2011) bekam in seinem alten Zuhause nicht nur viel Liebe, sondern auch etwas zu viele Leckerlis. Er sollte daher dringend noch etwas abnehmen.Rassetypisch hat er einen Jagdtrieb und ist anfangs etwas distanziert, fasst aber schnell Vertrauen und ist dann ein aufgeweckter und freundlicher Hund welcher sich stark an seinen Menschen bindet.

Leider hatte Mars bisher nicht viele Gelegenheiten, die Hundesprache zu lernen und weiß daher nicht wie man sich höflich im Kontakt benimmt. Daher sollte seine neue Familie noch etwas Zeit in der Hundeschule investieren, damit Mars in Zukunft die Möglichkeit bekommen kann, mit Artgenossen umzugehen.

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Mexx

Verantwortung über ein großes Grundstück und Haus sowie seine Familie würde gerne Kuvasz-Mischling Mexx übernehmen. Er wurde am 12.03.2014 geboren und würde Einbrechern und unerwünschten Besuchern nicht einmal die kleinste Chance einräumen, das heimische Grundstück zu betreten. Mexx ist ein richtiger Herdenschutzhund wie er im Buche steht. Liebhaber dieser Hunderassen werden ihre Eigenständigkeit aber eben auch die unvergleichlich enge Bindung an die Bezugspersonen zu schätzen wissen. Für Mexx sollten Interessenten auf jeden Fall eine gute Portion Hundeerfahrung und im Idealfall auch schon Rasseerfahrung mitbringen. Dann ist Mexx ein echter Traumhund.

Mexx lässt sehr viel mit sich machen, wenn er seine Bezugspersonen lieben- und kennengelernt hat. Dann ist er ein wahrer Charmingboy. Mexx kennt alle Agility-Geräte. Und auch die Grundkommandos sowie Tricks wie z.B. "Mänchen Machen" hat er schon gelernt. Apotieren gehört zu einer seiner Lieblingsbeschäftigungen.

Der große weiße Flauschbär geht zudem für sein Leben gerne ins Wasser. Selbst Pfützen sind vor ihm nicht sicher :-)Mit anderen Artgenossen ist er bedingt verträglich, über eine nette Hündin aber würde er sich freuen.

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Deli

Kangal Deli (geb. 15.05.2017) wurde bisher viel auf dem Gelände gehalten und kennt daher die Hausregeln noch nicht so gut. Über ebay-Kleinanzeigen gekauft, wurde seinen neuen Käufern leider nicht mitgeteilt, dass der Kangal in Hessen als sogenannter Listenhund gilt

und der neue Halter daher den Wesenstest ablegen sowie die Sachkundeprüfung bestehen muss.

Deli ist ein neugieriger, verspielter und verschmuster junger Hund. In manchen Situationen neigt er zu Unsicherheit und sollte daher noch ein wenig gezielt auf gruselige Situationen und Menschen trainiert werden (im Moment verbellt er diese sonst ganz gerne) um später gelassen und sicher damit umgehen zu können.

Rassetypisch kann er, wenn er älter wird, zu territorialem Beschützen neigen.

Er hat Freude am Lernen und wäre für Rasseliebhaber mit etwas Vorerfahrung schnell zum Hund ihrer Träume zu formen.

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Bonita

Kangal-Mix Bonita (geb. 25.08.2016) lebte bisher nicht im Haus, sondern als Hofhund mit Familienanschluss.

Sie ist anfangs eine eher unsichere Hündin und benötigt eine souveräne Führung um Sicherheit zu bekommen. Dann ist sie eine sehr folgsame, freundliche und anhängliche Hundedame.In der Regel verträgt sie sich gut mit anderen Hunden solange diese auch ihr gegenüber freundlich sind.

Rassetypisch kann sie, wenn sie älter wird, zu territorialem Beschützen neigen.

Aufgrund ihrer Rasse gilt sie in Hessen als Listenhund und ihr zukünftiger Halter müsste mit ihr den Wesenstest ablegen sowie die Sachkundeprüfung bestehen.Sollte dies nicht gelingen, wird dies jedoch sicher nicht an Bonita liegen ;)Wer gibt dem Schaf im Hundepelz ein schönes Zuhause?

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Ragna

Border Collie-Australian Shepherd-Mix Ragna (geb. 02.08.2016) war das Geschenk des Freundes an eine 15-Jährige, obwohl deren Eltern eigentlich gegen einen Hund waren. Dennoch versuchten sie es mit ihm, doch rassetechnisch bringt Ragna die Vorausetzungen des klügsten aller Hunde mit – und ist so leider nicht für Hundeanfänger geeignet!

Sowohl Border Collie als auch Australian Shepherd sind Arbeitshunde, welche nicht nur eine Aufgabe ausführen können (ursprünglich das Schafe hüten) sondern sie ebenso wie die Luft zum Atmen brauchen.Zwar ist Ragna anfangs misstrauisch, hat er seine Menschen kennen gelernt, hat er jedoch ein hohes Maß Will-to-please und ist jederzeit bereit seinem Menschen jeden Wunsch zu erfüllen – sei es Pfötchen geben, apportieren oder mit einer Rakete zum Mond fliegen

Leider hat er in seiner letzten Familie bereits ein Kaninchen gewildert, sodass er für sein eigentliches Spezialgebiet, das Schafe hüten, nicht taugt. Aber es bleiben zum Glück noch verschiedenen Hundesportarten Agility, Flyball, Treibball, etc.) um ihn artgerecht auszulasten.mit Hunden ist er nur sehr bedingt verträglich und möchte Einzelhund sein.

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Maxwell

Presa Canario Maxwell (geb. 01.08.2014) hat zwei Seiten: Hat er seinen Menschen kennen gelernt (dies geht bei Frauen schneller als bei Männern) ist er eine Knutschkugel. Dann bringt er stolz sein Spielzeug, lässt sich den Bauch kraulen oder versucht einen mit seiner großen Zunge abzuschlabbern. Kennt er einen nicht (und eben besonders wenn man männlich ist) zeigt er jedoch erst einmal seine andere Seite: Bellend, Knurrend und Zähne fletschend zeigt er dann nämlich wieso seine Rasse einmal als „Kriegshund“ galt.

Sein neuer Besitzer sollte also Hundeerfahrung mitbringen um Maxwell mit souveräner Führung und Konsequenz, aber ohne Härte, zu zeigen, dass andere Menschen in seiner Nähe sein dürfen und später vielleicht sogar von ihm nicht nur geduldet sondern gemocht werden.Allerdings ist er ein guter Schüler und wir sind zuversichtlich dass mit dem richtigen Menschen ein Traumhund aus ihm werden wird.

Leider gab es in seiner alten Familie bereits einen Beißvorfall mit einem anderen Rüden, da Maxwell seine Hormone nicht unter Kontrolle halten konnte. Mit Rüden verträgt er sich momentan nicht und bei Hündinnen entscheidet die Sympathie.

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Dschingis

Kangal Dschingis wurde in der Nähe des Tierheimes gefunden und wir gehen davon aus, dass er ausgesetzt wurde. Vielleicht waren seine „medizinischen Baustellen“ die Ursache dafür, denn an seinem sanften Charakter kann es sicherlich nicht liegen.

Unter anderen hatte er einen stark vergrößerten und entzündeten Hoden, sodass er im Tierheim notkastriert werden musste.Zwar zeigt Dschingis nach einer Eingewöhnung auch das für Herdenschutzhunde typische territoriale Verhalten, sodass wir Liebhaber und Kenner der Rasse suchen, dennoch ist er von vertrauten Personen sehr leicht führbar.Hat man ihn kennen gelernt, kann man sein vornehmes, sanftes undfreundliches Wesen eigentlich nur lieben!

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Fussel

Labrador-Mix Fussel hatte seit Kindesbeinen an ein glückliches Leben in seiner Familie. Doch dann wurde sein Frauchen schwer krank und musste schweren Herzens ein neues Zuhause für ihn suchen. Dieses schien auch gefunden, doch leider war seine stürmische Art zu "umwerfend" für die Kinder. So kam Fussel ins Tierheim.

Fussel steckt gerade mitten in der Pubertät, deshalb hat er noch nicht die emotionale Sicherheit bekommen, souverän durch den Alltag gehen zu können. Viele neue Situationen findet er noch sehr gruselig - genauso wie viele fremde Menschen. Daher wünscht er sich einen hundeerfahrenen Menschen, welcher ihm noch die ein oder andere Nachhilfestunde geben kann. Auch sein stürmisches Temperament sollte noch etwas gebändigt werden. Menschen, denen er vertraut, möchte Fussel gefallen und könnte mit etwas Erziehung schnell zu einem Vorzeigehund avancieren. Kinder in Fussels neuem Zuhause sollten schon älter sein

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Tini

Tini (Mallorquinischer Schäferhund-Labrador-Mix , geb. 01.03.2012) wurde bei uns abgegeben, da die Lebenssituation ihrer Halter sich geändert hat und dadurch die hübsche Maus nicht mehr die Zeit bekommt, die sie braucht. Ursprünglich kommt Tini aus einer Tötungsstation in Spanien. 

Sie kennt schon einige Grundkommandos und lernt sehr schnell und gerne, man sollte mit ihr aber neue Dinge in Ruhe erarbeiten, da sie mit zu vielen Reizen schnell überfordert ist.Mit anderen Hunden ist Tini bedingt verträglich, sie sucht sich ihre Artgenossen selbst aus. Hier im Tierheim hat sie sich Kajos als Zimmergenossen ausgesucht.Tini ist eine sehr sportliche Hündin, die gerne mit ihren Menschen joggt oder auch beim fahrradfahren dabei ist.Ihre neuen Menschen sollten Hundeerfahrung mitbringen und mit ihr die Hundeschule besuchen.Weitere Beschreibung folgt, wenn wir sie besser kennengelernt haben.

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Brownie

Mischling (Thai-Ridgeback?) Brownie, geb. 10.01.2014, kam ursprünglich aus Rumänien, konnte aber bei seiner neuen Familie nicht bleiben da er sich nicht mit den vorhandenen Hunden vertrug.

Sein Verhalten erinnert oft an das eines Straßenhundes: In für ihn unangenehmen Situationen verfällt er meist in Erstarren oder Flucht. Das macht es schwierig, Interessenten für ihn zu finden, denn er wird meistens einfach übersehen.

Zwar benötigt er länger, bis er zu einem Menschen Vertrauen aufbaut, dafür ist dieses dann umso unerschütterlicher und einzigartiger. Seine Pfleger begrüßt er morgens mit Spielaufforderungen und flummiartigen Tanzeinlagen und seine Hundebegleiterin mit einem Jodelkonzert.

Auch hat er bereits viele Kunststücke gelernt. Doch ebenso gut wie er im lernen ist, kann er sich auch vollkommen dumm stellen wenn er den Trick jemand Bestimmten oder in einer bestimmten Situation nicht zeigen will. Daher sollten seine Menschen entweder grenzenlose Geduld oder erzieherisches Wohlwollen mitbringen.Seine Angst bestimmten Situationen gegenüber wird er vermutlich niemals ganz loswerden, daher sucht er ein eher ruhigeres Zuhause.Er ist zwar nicht hundeunverträglich, neigt aber zum mobben und sollte daher lieber Einzelhund sein dürfen.Wer gibt dem liebenswerten Kasper endlich ein behütetes Zuhause?

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Jo

"Die Geschichte vom bösen Wolf - oder : Wie man das Herz eines Hundes gewinnt"

Jo, oder auch Jo-Jo oder Joey genannt, ist typisch Terrier: stur, ein Dickschädel der seines Gleichen sucht, launisch... Er kann aber auch ganz anders: verschmust, lieb, folgsam, arbeitswillig, ein kleiner Clown, den man gern in sein Herz lässt.

Leider zeigt der kleine Jo geb. 2013, erstmal alle nicht so schönen Seiten, die er mit sich bringt. Fremde findet er blöd, seine Box und sein Futter ist prinzipiell erstmal seins und wenn ihm langweilig ist, zerlegt er auch seine Decken, sein Körbchen und Spielzeuge in feinste Kleinteile.

Wenn man sich aber mit ihm intensiv auseinander setzt, kann er auch ganz anders. Kopfmäßig muss man dem kleinen Mann was bieten. Seine Lieblingsbeschäftigung ist momentan die Fährtenarbeit. Mit links läuft er gelegte Fährten über 200-300m und hat sichtlich Spaß an der Sache. Er ist dann nicht von seiner Arbeit abzulenken und erfüllt diese sauber bis zum Schluß. Auch an kleinen Agilityübungen hat er Spaß und möchte seiner Bezugsperson unbedingt gefallen.

Was dazu notwendig ist? Eine klare Führung und ganz wichtig: Futter. Wenn er den Futterbeutel bereits sieht, aus dem seine Leckerchen kommen, ist er sofort Feuer und Flamme und tut alles für diesen Beutel. Mit Futter schafft man es also recht schnell in sein kleines verschrobenes Herz. Ebenso mit ruhiger, motivierender Stimme, wobei er die Worte "Super" und "Jawoll" in ruhigem tiefen Ton am liebsten hört. Im Verhalten sollte man ihm gegenüber ihm gleich begegnen: ruhig und gelassen. Das gibt ihm Sicherheit, die er in sich selbst nicht in jeder Situation findet und dementsprechend dann auch reagiert.

Ein souveräner Zweithund hilft ihm ebenfalls in seinem Verhalten.

Mit unsicheren Menschen hat der kleine Mann so seine Probleme, da er selbst eher unsicher ist, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so rüber kommt. Deshalb sollten fremde Menschen ihn prinzipiell einfach ignorieren, ihn weder ansehen, noch anfassen. Dann verhält er sich auch ruhig, legt sich auf seine Decke und schläft.

Wenn man sich in das Herz des kleinen mogeln möchte, schafft man dies ebenfalls durch Ignoranz. Er zeigt von selbst, wann er bereit ist, dem Menschen vor sich zu vertrauen oder eben auch nicht. Doch wenn man es in kleinteiliger Arbeit geschafft hat, sich in das Herz des kleinen ignoranten, störrischen und manchmal doch sehr launischen Terriers zu etablieren, dann gewinnt man einen Freund fürs Leben. Hat der kleine Jo einen erstmal lieb gewonnen, gibt es an Liebesbekundungen wie Küsschen geben, sich an einen schmiegen, den Hals tief in den Händen vergraben oder alles zu tun, was die geliebte Person vor ihm von ihm verlangt,kein Halten mehr.

Wer sich für den kleinen Jo interessiert und eine Herrausforderung in seinem Leben sucht, die mit unendlicher Zuneigung belohnt wird, sollte den kleinen Bub über mehrere Tage einfach mal kennen lernen. Auf die erste Begegnung wird er nicht der Hund fürs Leben sein, wenn man ihm aber eine Chance gibt, ihn wirklich kennen zu lernen, hat man einen Partner auf vier Pfoten, den es so nicht noch einmal gibt.

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Tim

Podenco-Schäferhund-Mix Tim (geb. 2013) kam zum ersten Mal als Junghund in unser Tierheim und wurde auch ganz bald vermittelt. Immerhin sieht er ja sehr chic aus und wenn er einen Menschen mit seinen dunklen Kulleraugen ansieht, so schmelzen diese reihenweise hin. Tim ist nunmal ein Schönling ;-)

Und so blickte er seinen Menschen mit seinen Kulleraugen tief in die Augen und bekam was er wollte. Tim war überzeugt: Grenzen sind was für andere, aber doch nicht für ihn!. Doch irgendwann stellten seine Menschen fest, dass ein vollpubertärer Schnösel, der keine Grenzen kennt, nicht unbedingt das ist, was man in seinem Zuhause haben möchte. Ganz klar war, eine Hundeschule muss her, denn endlich sollte der selbstbewusste Tim Regeln erfahren.

Tim sah das ganze allerding anders und auch die aufgesuchte Hundeschule änderte nichts an der Situation – ganz im Gegenteil, sie verschlimmerte sein Verhalten, denn statt ihm liebevoll und konsequent zu begegnen, zeigten sie ihm, „wo der Hammer hängt“.

Und was lernt der Hund von Welt – Menschen können so richtig doof sein, vor allem, wenn man sie nicht kennt.

Und so zeigt Tim, inzwischen schon lange wieder im Tierheim, jedem, den er nicht kennt und der ihn nach seinem Meinung schief anguckt, ihn anspricht oder keine Armlänge Abstand hält, chronisch die Mittelkralle bzw. zeigt ihnen seine guten Argumente.

Wer nun glaubt, der Kerl mit den Kulleraugen sei unnahbar und wolle keine feste Beziehung, der liegt falsch. Tim entscheidet selber, wem er eine Chance gibt, ihn kennenlernen zu dürfen. Dabei benötigt es sicher einige Dates, bis er sich dazu entscheidet, dass die Armlänge Abstand etwas aufgebrochen werden kann. Und wenn er sich dann nach einiger Zeit für eine feste Beziehung entscheidet, so kann man sich seiner Treue gewiss sein. Dann genießt er gemeinsame Unternehmungen, ausgiebiges Kuscheln, unterlässt das diskutieren und wenn man ihn lässt, was man aber definitiv nicht sollte, besorgt er auch das Abendessen.

Gewiss sein muss sich sein Partner aber auch, dass der ihm gegenüber treu ergebene Tim nach wie vor nicht aufs Angrabschen und schief angucken von Fremden steht und dann auch seine Argumente spielen lassen würde.Wer also einen Wolf im Schafspelz sucht, der ist bei Tim genau richtig. Wir hoffen sehr, dass sich Menschen seiner Checkliste stellen wollen - einfach kann ja jeder...

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