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19.11.2017 : 0:30 : +0100

Tierheim Gießen

Tierheim Gießen Vixröder Str. 16 35396 Gießen Tel. 0641-52251 a.weber(at)tsv-giessen.de Internet: www.tsv-giessen.de

Winnie

Winnie lebte glücklich und behütet bei seiner Familie, welche in sehr liebte . Das Alleine-bleiben musste er nie lernen – es war immer jemand zuhause. Genau dies sorgte jedoch dafür, dass er nun im Tierheim landete: Durch veränderte Lebensumstände war es unvermeidlich, dass Winnie auch einmal ohne Gesellschaft zuhause bleiben musste und er versuchte bellend und jaulend seine Rudelmitglieder wieder zurück zu holen.

Wenn Winnie nicht gerade alleine gelassen wird, ist er ein fröhlicher, quirlliger und neugieriger Hund. Er versteht sich gut mit anderen Hunden, kennt bereits Sitz und Platz, ist leinenführig und kann autofahren.Kinder sollten in Winnies neuem Zuhause lieber schon etwas älter sein.Winnie kam mit sehr schlechten Zähnen zu uns, welche wir inzwischen“saniert“ haben. Außerdem hat der kleine Mann einen Herzfehler und benötigt daher vorbeugend Medikamente, dies merkt man ihm aber überhaupt nicht an!

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Ilse

Wir vermuten, in Ilse (geb. 2008) steckt ein großer Anteil Berger de Picardie: Die Rasse gilt als selbstständig und eigenwillig, aber ebenso als sensibel und menschenbezogen.

Dies gilt auch für Ilse: Härte und Lautstärke findet sie eher beängstigend und lässt sich auch mit leisen Worten gut führen. Sie besitzt trotz ihrer Liebe zu Menschen eine gewisse Eigenständigkeit.Mit anderen Hunden hat Ilse nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Zwar vermeidet sie eine offene Auseinandersetzung, in vielen Situationen weiß sie jedoch nicht, wie sie sich hündisch höflich benehmen soll. Darum sollte ihr neuer Besitzer mit ihr eine Hundeschule besuchen, in welcher Ilse noch einmal Nachhilfestunden in der Hundesprache nehmen kann.

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Iris

Perdiguero-Mix Iris (geb. 01.06.2012) ist eine sehr freundliche, fröhliche und verschmuste Hundedame.

Sie verträgt sich gut mit anderen Hunden und liebt alle Menschen. Sie wäre daher gut für ein Leben in einer Familie geeignet.Aufgrund eines Unfalles in jüngeren Jahren ist Iris manchmal nicht sehr lange gut zu Fuss und sucht daher ein Zuhause ohne Hochsportleistungen und ist eher für gemütliche Kuschelstunden auf dem Sofa geeignet.Die Grundkommandos hat Iris noch nicht ganz verinnerlicht, mit etwas Übung ist das aber sicher bald kein Problem mehr.

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Sivas

Mischling Sivas (geb. November 2011) war bereits 2012 bei uns zu Gast, fand aber zusammen mit einem anderen Hund ein Zuhause mit Arbeit: Er durfte mit Familienanschluss für das bewachen eines Geländes sorgen. Da die Familie jedoch den Betrieb verlor, wurden die beiden Hunde mit ins neue Zuhause genommen. Hier hatten sie auch Kontakt zu dem inzwischen vierjährigem Kind der Familie. Sivas zeigte dich damals im Tierheim als

nicht kindergeeignet und leider kam es in der Familie zu einem Zwischenfall, so dass die einzige Lösung war, Sivas wider zu uns zurückzubringen.

Er ist ein sehr menschenbezogener Hund und auch gut mit anderen Hunden verträglich. An der Leinenführigkeit sollte noch etwas gearbeitet werden, obwohl er Fuß eigentlich ebenso wie Sitz und Platz kennt.

Bisher lebte er haupsächlich im Hof und kennt das Alleinbleiben im Haus daher noch nicht. Damit er keine Einrichtungsgegenstände anknabbert, sollte dies noch langsam geübt werden.

Kinder sollten in seinem neuen Zuhause keine leben!

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Ragna

Border Collie-Australian Shepherd-Mix Ragna (geb. 02.08.2016) war das Geschenk des Freundes an eine 15-Jährige, obwohl deren Eltern eigentlich gegen einen Hund waren. Dennoch versuchten sie es mit ihm, doch rassetechnisch bringt Ragna die Vorausetzungen des klügsten aller Hunde mit – und ist so leider nicht für Hundeanfänger geeignet!

Sowohl Border Collie als auch Australian Shepherd sind Arbeitshunde, welche nicht nur eine Aufgabe ausführen können (ursprünglich das Schafe hüten) sondern sie ebenso wie die Luft zum Atmen brauchen.Zwar ist Ragna anfangs misstrauisch, hat er seine Menschen kennen gelernt, hat er jedoch ein hohes Maß Will-to-please und ist jederzeit bereit seinem Menschen jeden Wunsch zu erfüllen – sei es Pfötchen geben, apportieren oder mit einer Rakete zum Mond fliegen

Leider hat er in seiner letzten Familie bereits ein Kaninchen gewildert, sodass er für sein eigentliches Spezialgebiet, das Schafe hüten, nicht taugt. Aber es bleiben zum Glück noch verschiedenen Hundesportarten Agility, Flyball, Treibball, etc.) um ihn artgerecht auszulasten.mit Hunden ist er nur sehr bedingt verträglich und möchte Einzelhund sein.

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Bailey

Pinscher-Chihuahua-Mix Bailey (geb. 07.01.2010) musste wegen Zeitmangel bei uns abgegeben werden.

Der kleine Knirps benimmt sich wie viele seiner Rasseverwandte: Seine Bezugspersonen liebt er aus vollstem Herzen und bellt diesen auch gerne hinterher, wenn sie ihn seiner Meinung nach zu wenig beachten, er springt wie ein Flummi wenn er vor Freude nicht weiß wohin mit seiner Energie und er ist in neuen Situationen oder bei fremden Menschen erst mal zurückhaltend bis ängstlich.Trotz seiner geringen Größe sollte er wie ein richtiger Hund behandelt werden, mit der dem entsprechenden Erziehung aber auch der dazu gehörenden Auslastung. Wenn er ist clever und möchte dies auch gerne unter Beweis stellen dürfen. Bei falscher Führung neigt er zudem dazu, ein kleiner Tyrann an der Leine zu werden und alle entgegen kommenden Hunde anzubellen – dies ist aber mit etwas Hundeerfahrung nicht schwer in den Griff zu bekommen.Alleine bleiben, Autofahren, Sitz, Platz und Fuß kann der kleine Kerl bereits, dennoch würde er von einem Besuch in der Hundeschule profitieren.Bei anderen Hunden neigt er anfangs zum angeben, er ist aber grundsätzlich verträglich. Bei großen Hunden ist er anfangs etwas unsicher.

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Maxwell

Presa Canario Maxwell (geb. 01.08.2014) hat zwei Seiten: Hat er seinen Menschen kennen gelernt (dies geht bei Frauen schneller als bei Männern) ist er eine Knutschkugel. Dann bringt er stolz sein Spielzeug, lässt sich den Bauch kraulen oder versucht einen mit seiner großen Zunge abzuschlabbern. Kennt er einen nicht (und eben besonders wenn man männlich ist) zeigt er jedoch erst einmal seine andere Seite: Bellend, Knurrend und Zähne fletschend zeigt er dann nämlich wieso seine Rasse einmal als „Kriegshund“ galt.

Sein neuer Besitzer sollte also Hundeerfahrung mitbringen um Maxwell mit souveräner Führung und Konsequenz, aber ohne Härte, zu zeigen, dass andere Menschen in seiner Nähe sein dürfen und später vielleicht sogar von ihm nicht nur geduldet sondern gemocht werden.Allerdings ist er ein guter Schüler und wir sind zuversichtlich dass mit dem richtigen Menschen ein Traumhund aus ihm werden wird.

Leider gab es in seiner alten Familie bereits einen Beißvorfall mit einem anderen Rüden, da Maxwell seine Hormone nicht unter Kontrolle halten konnte. Mit Rüden verträgt er sich momentan nicht und bei Hündinnen entscheidet die Sympathie.

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Crack

Podenco-Mix Crack (geb. 04.11.2011) wurde mit der Flasche großgezogen, nachdem er seine Mutter verloren hat.Danach hat er allerdings lange Zeit in einem anderen Tierheim verbracht, sodass er noch Erziehung benötigt und in manchen Situationen unsicher reagiert.

Er wünscht sich endlich ein eigenes Zuhause bei lieben Menschen. Rassebedingt könnte mit Jagdtrieb zu rechnen sein.Er teilt die Aufmerksamkeit ungern mit anderen Hunden und sollte daher der einzige Hund im Haus sein. Hundeverträglich ist er aber prinzipiell.Da Crack noch viel lernen muss, wäre Hundeerfahrung von Vorteil.

Im Tierheim weiß Crack nicht, was er mit seiner ganzen Energie anfangen soll und läuft daher im Außenbereich eine imaginäre Rennbahn entlang. Geistige Auslastung und viel Beschäftigung im neuen Zuhause wären notwendig, um ihn auf andere Gedanken zu bringen.

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Dschingis

Kangal Dschingis wurde in der Nähe des Tierheimes gefunden und wir gehen davon aus, dass er ausgesetzt wurde. Vielleicht waren seine „medizinischen Baustellen“ die Ursache dafür, denn an seinem sanften Charakter kann es sicherlich nicht liegen.

Unter anderen hatte er einen stark vergrößerten und entzündeten Hoden, sodass er im Tierheim notkastriert werden musste.Zwar zeigt Dschingis nach einer Eingewöhnung auch das für Herdenschutzhunde typische territoriale Verhalten, sodass wir Liebhaber und Kenner der Rasse suchen, dennoch ist er von vertrauten Personen sehr leicht führbar.Hat man ihn kennen gelernt, kann man sein vornehmes, sanftes undfreundliches Wesen eigentlich nur lieben!

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Änni

Die am 24.08.2014 geborene Mischlingshündin Änni ist wahrlich eine wilde Hummel. Nur im Umgang mit Kindern beweis sie wunderbare Instinkte und verhält sich vorsichtiger. Ein großer Zweibeiner wird gerne mal mit stürmischen aber liebevoll gemeinten Begrüßungen überschüttet. Mit den meisten Rüden versteht sich Änni gut, nur Katzen gehören nicht zu ihrem Freundeskreis. Tierarztbesuche mag Änni gar nicht, daran sollten ihre neuen Zweibeiner auf jeden Fall noch mit ihr Arbeiten. Aber es ist nicht etwa so, dass Änni dann ängstlich ist. Die mittelgroße Mischlingshündin weiß eben, was sie möchte und was nicht.

Auch bei Änni muss man eventuell mit Jagdtrieb rechnen... Bei Katzen versucht sie ihn jedenfalls voll auszuleben.

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Fussel

Labrador-Mix Fussel hatte seit Kindesbeinen an ein glückliches Leben in seiner Familie. Doch dann wurde sein Frauchen schwer krank und musste schweren Herzens ein neues Zuhause für ihn suchen. Dieses schien auch gefunden, doch leider war seine stürmische Art zu "umwerfend" für die Kinder. So kam Fussel ins Tierheim.

Fussel steckt gerade mitten in der Pubertät, deshalb hat er noch nicht die emotionale Sicherheit bekommen, souverän durch den Alltag gehen zu können. Viele neue Situationen findet er noch sehr gruselig - genauso wie viele fremde Menschen. Daher wünscht er sich einen hundeerfahrenen Menschen, welcher ihm noch die ein oder andere Nachhilfestunde geben kann. Auch sein stürmisches Temperament sollte noch etwas gebändigt werden. Menschen, denen er vertraut, möchte Fussel gefallen und könnte mit etwas Erziehung schnell zu einem Vorzeigehund avancieren. Kinder in Fussels neuem Zuhause sollten schon älter sein

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Taiga

Taiga, eine Deutsche Schäferhündin, geb. am 12.05.2010, ist das typische Beispiel für „harte Schale, weicher Kern“.

Menschen, die sie kennenlernen möchten, stellen bald fest, sie ist nicht so bestechlich, dass sie innerhalb weniger Minuten „best friend“ mit einem ist. Aber gibt man ihr etwas Zeit und beschäftigt sich mit ihr, so bindet sie sich sehr stark an einen Menschen, aber eben eher nur an diesen einen (oder höchstens zwei) Menschen. Nun könnte man ja meinen, dass Taiga dann problemlos ein Leben in trauter Zweisamkeit führen würde, aber weit gefehlt - Taiga neigt dazu, die Hausregeln selber bestimmen zu wollen. Nun sagt sie aber nicht gleich, „das ist mein Sofa, da kommst du nicht drauf“ - nein, sie testet immer wieder leicht ihre Grenzen und oftmals so suptil, dass man es nicht ernst nimmt und als nicht wichtig abtut. Ein Mini-Brummler beim Bürsten, Abtrocknen oder Zecke entfernen, ohne dass man es ihr verbietet; später ein etwas größerer Grummler ohne Konsequenz und dann irgendwann – die Expolsion. Menschen, die sich für Taiga interessieren, müssen daher ihre Hausregeln ganz sicher im Kopf haben und diese auch klar einfordern (können).

 

Taiga muss von Beginn an lernen, dass sie die Luft zum Atmen in ihrem neuen Zuhause nur atmen, aber nicht besitzen darf. Hat sie dies verstanden, was sicher am Anfang ein wenig Diskussionsbedarf gibt (nicht auf der körperlichen Ebene, denn auf harsche Worte oder Körpersprache reagiert Taiga höchst sensibel), so akzeptiert sie es und ist der treue, sanfte Gefährte, den sich so ziemlich jeder Hundefreund an seiner Seite wünscht. Sie zeigt dann ihre sehr sensible, lernbegierige und freundliche Seite, dass sie sich stark an ihrer Bezugsperson orientiert, gut leinenführig ist und ihrem Menschen unbedingt gefallen möchte. Mit anderen Hunden verträgt sich Taiga nur bedingt. Je nach Sympathie findet sie diese ganz gut oder eben absolut gar nicht. Bei Hunden, die Taiga nicht mag, kann man sich aber mit ihr einigen, dass sie diese zumindest beim Spaziergang mit Ignoranz straft, so dass man nicht gleich als Zweibeiner inmitten einer Straßenschlacht steht. Wenn es da draußen einen hundeerfahrenen Menschen gibt, der einen überaus treuen Wegbegleiter sucht, mit dem man Pferde stehlen kann, der ist bei Taiga genau richtig. Sie hat zwar ein paar Baustellen, aber wer bereit ist, klare Regeln aufzustellen, ein wenig Durchsetzungsvermögen mitbringt und den Willen hat, mit seinem Hund zu arbeiten, der kann sich sicher schon bald auf die Schulter klopfen und wird mit einer Freundin fürs Leben belohnt.

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Tini

Tini (Mallorquinischer Schäferhund-Labrador-Mix , geb. 01.03.2012) wurde bei uns abgegeben, da die Lebenssituation ihrer Halter sich geändert hat und dadurch die hübsche Maus nicht mehr die Zeit bekommt, die sie braucht. Ursprünglich kommt Tini aus einer Tötungsstation in Spanien. 

Sie kennt schon einige Grundkommandos und lernt sehr schnell und gerne, man sollte mit ihr aber neue Dinge in Ruhe erarbeiten, da sie mit zu vielen Reizen schnell überfordert ist.Mit anderen Hunden ist Tini bedingt verträglich, sie sucht sich ihre Artgenossen selbst aus. Hier im Tierheim hat sie sich Kajos als Zimmergenossen ausgesucht.Tini ist eine sehr sportliche Hündin, die gerne mit ihren Menschen joggt oder auch beim fahrradfahren dabei ist.Ihre neuen Menschen sollten Hundeerfahrung mitbringen und mit ihr die Hundeschule besuchen.Weitere Beschreibung folgt, wenn wir sie besser kennengelernt haben.

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Brownie

Mischling (Thai-Ridgeback?) Brownie, geb. 10.01.2014, kam ursprünglich aus Rumänien, konnte aber bei seiner neuen Familie nicht bleiben da er sich nicht mit den vorhandenen Hunden vertrug.

Sein Verhalten erinnert oft an das eines Straßenhundes: In für ihn unangenehmen Situationen verfällt er meist in Erstarren oder Flucht. Das macht es schwierig, Interessenten für ihn zu finden, denn er wird meistens einfach übersehen.

Zwar benötigt er länger, bis er zu einem Menschen Vertrauen aufbaut, dafür ist dieses dann umso unerschütterlicher und einzigartiger. Seine Pfleger begrüßt er morgens mit Spielaufforderungen und flummiartigen Tanzeinlagen und seine Hundebegleiterin mit einem Jodelkonzert.

Auch hat er bereits viele Kunststücke gelernt. Doch ebenso gut wie er im lernen ist, kann er sich auch vollkommen dumm stellen wenn er den Trick jemand Bestimmten oder in einer bestimmten Situation nicht zeigen will. Daher sollten seine Menschen entweder grenzenlose Geduld oder erzieherisches Wohlwollen mitbringen.Seine Angst bestimmten Situationen gegenüber wird er vermutlich niemals ganz loswerden, daher sucht er ein eher ruhigeres Zuhause.Er ist zwar nicht hundeunverträglich, neigt aber zum mobben und sollte daher lieber Einzelhund sein dürfen.Wer gibt dem liebenswerten Kasper endlich ein behütetes Zuhause?

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Jo

"Die Geschichte vom bösen Wolf - oder : Wie man das Herz eines Hundes gewinnt"

Jo, oder auch Jo-Jo oder Joey genannt, ist typisch Terrier: stur, ein Dickschädel der seines Gleichen sucht, launisch... Er kann aber auch ganz anders: verschmust, lieb, folgsam, arbeitswillig, ein kleiner Clown, den man gern in sein Herz lässt.

Leider zeigt der kleine Jo geb. 2013, erstmal alle nicht so schönen Seiten, die er mit sich bringt. Fremde findet er blöd, seine Box und sein Futter ist prinzipiell erstmal seins und wenn ihm langweilig ist, zerlegt er auch seine Decken, sein Körbchen und Spielzeuge in feinste Kleinteile.

Wenn man sich aber mit ihm intensiv auseinander setzt, kann er auch ganz anders. Kopfmäßig muss man dem kleinen Mann was bieten. Seine Lieblingsbeschäftigung ist momentan die Fährtenarbeit. Mit links läuft er gelegte Fährten über 200-300m und hat sichtlich Spaß an der Sache. Er ist dann nicht von seiner Arbeit abzulenken und erfüllt diese sauber bis zum Schluß. Auch an kleinen Agilityübungen hat er Spaß und möchte seiner Bezugsperson unbedingt gefallen.

Was dazu notwendig ist? Eine klare Führung und ganz wichtig: Futter. Wenn er den Futterbeutel bereits sieht, aus dem seine Leckerchen kommen, ist er sofort Feuer und Flamme und tut alles für diesen Beutel. Mit Futter schafft man es also recht schnell in sein kleines verschrobenes Herz. Ebenso mit ruhiger, motivierender Stimme, wobei er die Worte "Super" und "Jawoll" in ruhigem tiefen Ton am liebsten hört. Im Verhalten sollte man ihm gegenüber ihm gleich begegnen: ruhig und gelassen. Das gibt ihm Sicherheit, die er in sich selbst nicht in jeder Situation findet und dementsprechend dann auch reagiert.

Ein souveräner Zweithund hilft ihm ebenfalls in seinem Verhalten.

Mit unsicheren Menschen hat der kleine Mann so seine Probleme, da er selbst eher unsicher ist, auch wenn das auf den ersten Blick nicht so rüber kommt. Deshalb sollten fremde Menschen ihn prinzipiell einfach ignorieren, ihn weder ansehen, noch anfassen. Dann verhält er sich auch ruhig, legt sich auf seine Decke und schläft.

Wenn man sich in das Herz des kleinen mogeln möchte, schafft man dies ebenfalls durch Ignoranz. Er zeigt von selbst, wann er bereit ist, dem Menschen vor sich zu vertrauen oder eben auch nicht. Doch wenn man es in kleinteiliger Arbeit geschafft hat, sich in das Herz des kleinen ignoranten, störrischen und manchmal doch sehr launischen Terriers zu etablieren, dann gewinnt man einen Freund fürs Leben. Hat der kleine Jo einen erstmal lieb gewonnen, gibt es an Liebesbekundungen wie Küsschen geben, sich an einen schmiegen, den Hals tief in den Händen vergraben oder alles zu tun, was die geliebte Person vor ihm von ihm verlangt,kein Halten mehr.

Wer sich für den kleinen Jo interessiert und eine Herrausforderung in seinem Leben sucht, die mit unendlicher Zuneigung belohnt wird, sollte den kleinen Bub über mehrere Tage einfach mal kennen lernen. Auf die erste Begegnung wird er nicht der Hund fürs Leben sein, wenn man ihm aber eine Chance gibt, ihn wirklich kennen zu lernen, hat man einen Partner auf vier Pfoten, den es so nicht noch einmal gibt.

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Tim

Podenco-Schäferhund-Mix Tim (geb. 2013) kam zum ersten Mal als Junghund in unser Tierheim und wurde auch ganz bald vermittelt. Immerhin sieht er ja sehr chic aus und wenn er einen Menschen mit seinen dunklen Kulleraugen ansieht, so schmelzen diese reihenweise hin. Tim ist nunmal ein Schönling ;-)

Und so blickte er seinen Menschen mit seinen Kulleraugen tief in die Augen und bekam was er wollte. Tim war überzeugt: Grenzen sind was für andere, aber doch nicht für ihn!. Doch irgendwann stellten seine Menschen fest, dass ein vollpubertärer Schnösel, der keine Grenzen kennt, nicht unbedingt das ist, was man in seinem Zuhause haben möchte. Ganz klar war, eine Hundeschule muss her, denn endlich sollte der selbstbewusste Tim Regeln erfahren.

Tim sah das ganze allerding anders und auch die aufgesuchte Hundeschule änderte nichts an der Situation – ganz im Gegenteil, sie verschlimmerte sein Verhalten, denn statt ihm liebevoll und konsequent zu begegnen, zeigten sie ihm, „wo der Hammer hängt“.

Und was lernt der Hund von Welt – Menschen können so richtig doof sein, vor allem, wenn man sie nicht kennt.

Und so zeigt Tim, inzwischen schon lange wieder im Tierheim, jedem, den er nicht kennt und der ihn nach seinem Meinung schief anguckt, ihn anspricht oder keine Armlänge Abstand hält, chronisch die Mittelkralle bzw. zeigt ihnen seine guten Argumente.

Wer nun glaubt, der Kerl mit den Kulleraugen sei unnahbar und wolle keine feste Beziehung, der liegt falsch. Tim entscheidet selber, wem er eine Chance gibt, ihn kennenlernen zu dürfen. Dabei benötigt es sicher einige Dates, bis er sich dazu entscheidet, dass die Armlänge Abstand etwas aufgebrochen werden kann. Und wenn er sich dann nach einiger Zeit für eine feste Beziehung entscheidet, so kann man sich seiner Treue gewiss sein. Dann genießt er gemeinsame Unternehmungen, ausgiebiges Kuscheln, unterlässt das diskutieren und wenn man ihn lässt, was man aber definitiv nicht sollte, besorgt er auch das Abendessen.

Gewiss sein muss sich sein Partner aber auch, dass der ihm gegenüber treu ergebene Tim nach wie vor nicht aufs Angrabschen und schief angucken von Fremden steht und dann auch seine Argumente spielen lassen würde.Wer also einen Wolf im Schafspelz sucht, der ist bei Tim genau richtig. Wir hoffen sehr, dass sich Menschen seiner Checkliste stellen wollen - einfach kann ja jeder...

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